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«Nach Mubarak ist Ali dran»

Im Jemen haben nach dem Sturz von Ägyptens Staatschef Hosni Mubarak tausende Menschen gegen den dortigen Präsidenten Ali Abdallah Saleh demonstriert.

Aufgeheizte Stimmung: Schon am 10. Februar protestierten zahlreichen Menschen in der Lajeh-Provinz gegen die Regierung.
Aufgeheizte Stimmung: Schon am 10. Februar protestierten zahlreichen Menschen in der Lajeh-Provinz gegen die Regierung.
Reuters

«Nach Mubarak ist Ali dran», skandierten rund 4000 meist junge Protestteilnehmer am Samstag in der Hauptstadt Sanaa. Unter weiteren Rufen wie «Hau ab, Ali!» oder «Das Volk will den Sturz des Regimes» zogen sie von der Universität in Richtung Zentrum der Hauptstadt. Saleh regiert den Jemen seit 32 Jahren. Anfang Februar hatten bereits zehntausende Menschen gegen ihn demonstriert.

Rangeleien schon zu Beginn des Marsches

Der Protestmarsch begann mit einer heftigen Auseinandersetzung zwischen einer Gruppe Studenten und Anhängern der Regierungspartei CPG, die einen jungen Mann daran hindern wollten, ein Plakat am Eingang der Universität aufzuhängen, wie Augenzeugen berichteten.

Gegen Mittag befanden sich die Demonstranten noch etwa einen halben Kilometer vom Tahrir-Platz in Sanaa entfernt, der von Anhängern des Präsidenten besetzt war. In der ägyptischen Hauptstadt Kairo war der dortige Tahrir-Platz (»Platz der Befreiung») zum Zentrum der Proteste gegen Mubarak geworden.

Oppositionelle gegen Regierungstreue

Am Freitagabend hatten in Sanaa bereits tausende Menschen, darunter Oppositionsabgeordnete und Menschenrechtsaktivisten, den Sturz von Präsident Mubarak in Ägypten auf der Strasse gefeiert und dabei auch Salehs Rücktritt gefordert.

Die Menschen waren von mehreren tausend regierungstreuen Demonstranten verdrängt worden, ohne dass es zu gewaltsamen Ausschreitungen kam. Am Samstagvormittag hatte die CPG auf dem Platz Zelte aufstellen lassen, um die Opposition an Protesten zu hindern.

SDA

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