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Neue Hoffnung für Friedensgespräche in Nahost

Vertreter von Israel und Palästina wollen noch diese Woche zu einem Treffen in Jordanien zusammenkommen. Damit führen die beiden Seiten erstmals seit 2010 wieder Gespräche. Wenn auch nur inoffiziell.

Alltägliches Bild: Eine Palästinenserin demonstriert in Jerusalem gegen die israelische Siedlungspolitik.
Alltägliches Bild: Eine Palästinenserin demonstriert in Jerusalem gegen die israelische Siedlungspolitik.
Reuters

Israel und die Palästinenser nehmen in dieser Woche offenbar erstmals seit Zusammenbruch der Friedensgespräche im September 2010 wieder Gespräche auf. Die Chef-Friedens-Unterhändler beider Seiten würden in dieser Woche an einem Treffen internationaler Diplomaten im Nachbarstaat Jordanien teilnehmen, teilten beide Seiten am Sonntag mit. Dabei legten Sprecher Israels und der Palästinenser jedoch wert darauf, dass es sich nicht um formelle Verhandlungen handele. Trotzdem wäre ein Treffen ein wichtiger Schritt zur Wiederaufnahme Friedensgespräche.

«Das bevorstehende Treffen ist Teil ernsthafter und anhaltender Bemühungen, um eine gemeinsame Grundlage für die Wiederaufnahme direkter Verhandlungen zu erreichen», sagte ein Sprecher des jordanischen Aussenministeriums. Der jordanische Aussenminister, Nasser Judeh, werde Gastgeber des Treffens der palästinensischen und israelischen Vertreter mit Vermittlern des Nahost-Quartetts sein.

Clinton erfreut

Offizielle Verhandlungen zwischen dem palästinensischen Chefunterhändler Saeb Erekat und dem israelischen Gesandten Isaac Molcho wurden nicht erwartet. Beobachter gingen davon aus, dass die Parteien zunächst ihre Haltungen zu Schlüsselthemen wie Sicherheit und künftige Grenzen benennen. Es wurde erwartet, dass Judeh getrennte Treffen mit Palästinensern und Israelis abhalten werde, sagte sein Sprecher.

US-Aussenministerin Hillary Clinton begrüsste die Ankündigung. «Wir hoffen, dass dieser direkte Austausch uns dabei helfen wird, Fortschritte auf dem vom Quartett aufgezeigten Weg zu machen», sagte sie. «Der Status quo ist nicht haltbar und die Parteien müssen entschieden Handeln, um dem Frieden näher zu kommen».

(dapd)

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