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Nicht alle Demonstranten wollen heim

Auf dem Tahrir-Platz in Kairo haben Soldaten die Zelte der ausharrenden Regimegegner abgebaut. Es kam zu einigen scharfen Wortwechseln – doch insgesamt blieb die Lage ruhig.

Diskussionen, doch keine Gewalt: Im Zwiegespräch mit der Staatsmacht.
Diskussionen, doch keine Gewalt: Im Zwiegespräch mit der Staatsmacht.
Reuters
Umgeben von Soldaten: Ein letztes Schärflein Oppositioneller will ausharren. (13. Februar 2011)
Umgeben von Soldaten: Ein letztes Schärflein Oppositioneller will ausharren. (13. Februar 2011)
Keystone
Entschuldigt sich für die gewalttätigen Ausschreitungen der Mubarak-Anhänger: Ministerpräsident Ahmed Shafik. (4. Februar 2011)
Entschuldigt sich für die gewalttätigen Ausschreitungen der Mubarak-Anhänger: Ministerpräsident Ahmed Shafik. (4. Februar 2011)
Keystone
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Das Militär hat die Teilnehmer der Proteste nach dem Rücktritt von Präsident Hosni Mubarak aufgefordert, nach Hause zu gehen. Einige Demonstranten wollen dennoch bleiben und führen an, noch hätten die Streitkräfte keine ihrer Ankündigungen umgesetzt. Zum ersten Mal seit mehr als zwei Wochen floss auch der Verkehr wieder über den Tahrir-Platz.

Ruhe und Ordnung als erstes Ziel

Die Wiederherstellung der Normalität ist nach den Worten des ägyptischen Ministerpräsidenten Ahmed Shafik zunächst die wichtigste Aufgabe der Regierung. Daneben gelte es, den Menschen wieder eine Rückkehr zum normalen Leben zu ermöglichen, so Shafik weiter.

Der Premier äusserte sich am Samstagabend nach einem Treffen mit dem Chef des regierenden Militärrates, Mohammed Hussein Tantawi. Dieser beriet sich neben Schafik auch mit einer Reihe von Ministern. Der am Vortag abgetretene Präsident Hosni Mubarak hatte die Macht nach tagelangen Massendemonstrationen an den Militär-Rat übergeben.

Polizisten aus dem Dienst geflohen

Mit dem Innenminister Mahmud Wagdi habe Tantawi über eine rasche Wiederaufnahme des Dienstes durch die Polizei gesprochen, hiess es in staatlichen Medien. Die Polizisten waren kurz nach Beginn der Aufstandes gegen Mubarak nicht mehr zum Dienst erschienen. Nach Angaben Wagdis befinden sich 13'000 im Zuge der Unruhen geflohene Gefängnisinsassen weiter auf freiem Fuss.

SDA

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