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Palästinenser brechen die Waffenruhe

Die Ruhe währte nur kurz: Trotz einem von den Palästinensergruppen vereinbarten Waffenstillstand sind in der Nacht fünf Raketen auf den Süden Israels abgefeuert worden.

Schlagabtausch in Nahost: Palästinenser inspizieren den Einschlag einer israelischen Rakete in Beit Lahia, Gazastreifen. (21. August 2011)
Schlagabtausch in Nahost: Palästinenser inspizieren den Einschlag einer israelischen Rakete in Beit Lahia, Gazastreifen. (21. August 2011)
Keystone

Die wichtigsten Palästinensergruppen im Gazastreifen hatten gestern nach Angaben der radikalislamischen Hamas eine informelle Vereinbarung getroffen, die Waffen vorerst ruhen zu lassen. Der Waffenstillstand sollte heute offiziell verkündet werden. Trotzdem sind in der Nacht wieder fünf Raketen in Israel eingeschlagen. Es habe keine Opfer gegeben, eine Rakete habe aber Schäden an einem leerstehenden Gebäude angerichtet, wie es aus israelischen Polizeikreisen hiess. Die israelische Armee flog unterdessen nach Angaben eines Sprechers keine weiteren Luftangriffe auf den Gazastreifen.

Seit der Eskalation der Gewalt am Donnerstag nach einer Anschlagsserie mit acht Toten in Südisrael feuerten radikale Palästinenser mehr als hundert Geschosse ab. Am Samstag wurde dabei ein Israeli in der Stadt Beerscheba getötet. Die Heftigkeit des Raketenbeschusses nahm jedoch seit Sonntagnachmittag ab. Bei israelischen Luftangriffen auf den Gazastreifen kamen nach palästinensischen Angaben 15 Menschen ums Leben, etwa 50 wurden verletzt.

Gegen eine Bodenoffensive

Nach der von den Palästinensern verkündeten Waffenruhe sieht Israel von einer Bodenoffensive im Gazastreifen ab. Diese Entscheidung habe das von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu einberufene Sicherheitskabinett in der Nacht getroffen, berichtete das israelische Militärradio. Israel befürchte, mit einer Offensive Massendemonstrationen in Ägypten zu provozieren, die die Stabilität der Übergangsregierung in Kairo gefährden könnten.

AFP/bru

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