Zum Hauptinhalt springen

Palästinenser stürmen Grenzzaun zu Israel

Zahlreiche Palästinenser haben am Grenzzaun im südlichen Libanon Steine gegen israelische Soldaten geworfen. Bei den Auseinandersetzungen starben mindestens drei Menschen.

«Der Tag der Katastrophe»: Palästinenser liefern sich im Westjordanland am Nakba-Tag Strassenschlachten mit israelischen Soldaten.
«Der Tag der Katastrophe»: Palästinenser liefern sich im Westjordanland am Nakba-Tag Strassenschlachten mit israelischen Soldaten.
Keystone

Zahlreiche Palästinenser haben im südlichen Libanon Absperrungen der libanesischen Armee durchbrochen und am Grenzzaun zu Israel Steine gegen israelische Soldaten geworfen. Die Israelis feuerten Tränengasgranaten und scharfe Munition auf die Demonstranten ab.

Vier von ihnen wurden getötet und fünf weitere verletzt, berichteten Augenzeugen am Sonntag. Die Organisatoren brachen daraufhin die Kundgebung ab. Tausende Palästinenser aus libanesischen Flüchtlingslagern waren an die israelische Grenze bei Marun al-Ras im Südlibanon geströmt. Sie forderten ein Ende der Besetzung palästinensischer Gebiete durch Israel und das Rückkehrrecht für geflohene und vertriebene Palästinenser und ihre Nachfahren.

Die Palästinenser begingen heute den sogenannten Nakba-Tag, den «Tag der Katastrophe». Dieser erinnert an Flucht und Vertreibung der Araber nach der Gründung des Staates Israel im Jahr 1948 erinnert.

Weiteres Todesopfer auf den Golanhöhen

Auf den Golanhöhen tötete die israelische Armee mindestens einen Demonstranten und verletzte zahlreiche weitere, die versucht hatten, die schwer bewachte Grenze von Syrien nach Israel zu überschreiten. Das israelische Radio meldete unter Berufung auf Sanitäter, mindestens ein Syrer sei getötet worden. Der Nachrichtensender Al- Arabija berichtete von vier Toten. Auch an den Grenzübergängen zum Westjordanland und dem Gazastreifen kam es zu schweren Zusammenstössen mit Dutzenden Verletzten.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat eine unnachgiebige Verteidigung der Landesgrenzen angekündigt: «Wir sind entschlossen, unsere Grenzen und unsere Souveränität zu verteidigen.»

SDA/jak

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch