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Salehs Soldaten feuern in Demonstrationszug

In Sanaa fordern Zehntausende den sofortigen Rücktritt des Präsidenten. Dieser hatte zuvor seinen Machtabtritt ausgeschlossen. Während der Kundgebung wurden 18 Menschen erschossen.

Auch nach dem Rücktritt Salehs gehen die Proteste und die Gewalt weiter: Demonstranten auf einem gepanzerten Fahrzeug übergelaufener Soldaten in Sanaa. (24. November 2011)
Auch nach dem Rücktritt Salehs gehen die Proteste und die Gewalt weiter: Demonstranten auf einem gepanzerten Fahrzeug übergelaufener Soldaten in Sanaa. (24. November 2011)
Reuters
Zu den Gegnern des Regimes übergelaufene Soldaten bewachen einen Demonstrationszug in Sanaa. (24. November 2011)
Zu den Gegnern des Regimes übergelaufene Soldaten bewachen einen Demonstrationszug in Sanaa. (24. November 2011)
Reuters
Auch in anderen Städten tobt der Kampf: Die Strassen von Taiz, einer Stadt im Süden des Landes, wurden ebenfalls mit Steinen blockiert. (4. Juni)
Auch in anderen Städten tobt der Kampf: Die Strassen von Taiz, einer Stadt im Süden des Landes, wurden ebenfalls mit Steinen blockiert. (4. Juni)
Reuters
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Zehntausende Menschen haben im Jemen erneut gegen Präsident Ali Abdallah Saleh protestiert. Getrennt nach Männern und Frauen zogen zwei Demonstrationszüge durch die Hauptstadt Sanaa. Sie skandierten «Freiheit, Freiheit! Das Volk will, dass der Schlächter vor Gericht kommt.» Salehs Sicherheitskräfte feuerten in die Menge. Dabei wurden nach Angaben von Ärzten mindestens 18 Menschen verletzt.

Die Jugend werde nicht aufgeben, «bis alle Ziele der Revolution erreicht sind», sagte ein führendes Mitglied des Komitees der Jugendproteste, Walid al-Amari, bei der Kundgebung. Die Bewegung fordert den Rücktritt Salehs.

Keine politische Lösung

Dieser hatte am Wochenende nach seiner Rückkehr aus Saudiarabien bei einem TV-Auftritt einmal mehr gesagt, in allgemeinen Wahlen «eine friedliche Machtübergabe» herbeiführen und so den Jemen «aus der Sackgasse» führen zu wollen. Einen Rücktritt, wie ihn der Plan des Golfkooperationsrates fordert, erwähnte Saleh nicht.

Die Opposition wies die Rede Salehs als «Manöver» zurück. Ein Sprecher der Oppositionsbewegung sagte, die Rede biete keinerlei politische Lösung. Daher werde sich «die Revolution intensivieren».

Saleh war am Freitag nach mehr als drei Monaten aus Saudiarabien zurückgekehrt. Dort hatte er seine schweren Verletzungen behandeln lassen, die er beim Angriff auf seinen Präsidentenpalast im Juni erlitten hatte. Die seit Januar andauernde Protestbewegung im Jemen fordert den Sturz Salehs und die Ahndung seiner Taten durch die Justiz. Allein in der zurückliegenden Woche wurden bei Kämpfen zwischen Gegnern und Anhängern des Präsidenten in der Hauptstadt Sanaa mehr als 170 Menschen getötet.

SDA/kpn

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