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Sie fanden hinter Gittern zueinander

Das Ehepaar Walid Abu al-Cher und Samar Badawi kämpft in Saudiarabien für eine gesellschaftliche Öffnung.

Kämpfen für Gerechtigkeit: Samar Badawi und Walid Abu al-Cher. Foto: AFP/PD
Kämpfen für Gerechtigkeit: Samar Badawi und Walid Abu al-Cher. Foto: AFP/PD

Menschenrechtsgeschichten sind oft Dramen, Romanzen sind sie selten. Die Geschichte von Walid und Samar aber ist beides, dramatisch und romantisch. Und typisch ist sie auch – für Saudiarabiens Umgang mit seinen Kritikern.

Bevor Samar Badawi Aktivistin wurde, war sie selbst ein Opfer. Ihr Vater schlug und tyrannisierte sie. Er fühlte sich sicher, er war ja ihr «Wächter», so nennt das saudische Recht die Gängelung der Frauen durch Väter, Brüder, Ehemänner. Ohne Erlaubnis der «Wächter» dürfen saudische Frauen nicht reisen und sich auch nicht operieren lassen. Samar verklagte ihren Vater, der sie darauf ins Gefängnis werfen liess. Dort nahm sich der Anwalt Walid Abu al-Cher ihrer an. Sieben Monate kämpfte er für ihre Freilassung. Dann heirateten sie.

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