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Syrische Soldaten stürmen Reichen-Viertel in Damaskus

Assads Truppen sind offenbar in einen gehobenen Stadtteil von Damaskus vorgedrungen und haben elf Rebellen getötet. In der Nähe der Hauptstadt eröffneten Soldaten auf einen Trauerzug das Feuer.

Die Zahl der Toten nach dem Beschuss auf eine Beerdigungsfeier könnte noch deutlich steigen: Ein Panzer der Regiuerungstruppen in der Nähe von Damaskus. (22. August 2012)
Die Zahl der Toten nach dem Beschuss auf eine Beerdigungsfeier könnte noch deutlich steigen: Ein Panzer der Regiuerungstruppen in der Nähe von Damaskus. (22. August 2012)
AFP

Die syrische Armee hat nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte in einer Stadt nahe Damaskus dutzende Zivilisten getötet. In Maadamijat al-Scham hätten Regierungssoldaten mehrere Menschen hingerichtet und eine Beerdigungsprozession beschossen, teilte die in London ansässige Beobachtungsstelle am Mittwoch mit.

Bisher seien 42 Toten identifiziert worden. Die den Aufständischen nahe stehenden Aktivisten befürchteten jedoch, dass die Zahl der Toten noch deutlich steigen könnte.

Weitere Leichen in Keller gefunden

In einem Keller der Stadt, die etwa sechs Kilometer westlich von Damaskus liegt, seien weitere noch nicht identifizierte Leichen entdeckt worden. Laut der Beobachtungsstelle wurden am Dienstag in Syrien mindestens 198 Menschen getötet, darunter 127 Zivilisten, 20 Rebellen und 51 Soldaten. Allein in der schwer umkämpften Handelsmetropole Aleppo im Nordwesten des Landes seien 31 Zivilisten getötet worden, darunter fünf Kinder.

22 Panzer in Damaskus

Mit Unterstützung von Panzern haben syrische Regierungstruppen nach Angaben von Aktivisten zudem ein gehobenes Viertel der Hauptstadt Damaskus gestürmt und mindestens elf mutmassliche Rebellen getötet. Vor dem Angriff hätten Truppen der Regierung die Gegend am frühen Morgen mit Mörsern beschossen, hiess es.

Ein Aktivist berichtete, bis zu 22 Panzer und rund 20 Fusssoldaten hätten das Stadtviertel Kafar Sussa gestürmt. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Grossbritannien schrieb am Nachmittag auf ihrer Facebook-Seite, dem Einsatz der Regierungstruppen in Kafar Sussa seien bislang zwölf Menschen zum Opfer gefallen.

Sohn von tschetschenischem Rebellenführer in Syrien getötet

Nach Angaben der islamistischen Internetseite KavkazCenter wurde der älteste Sohn des verstorbenen tschetschenischen Rebellenführers Ruslan Gelajew in Syrien getötet. Rustam Gelajew sei «mutmasslich zwischen dem 11. und 13. August» bei einem Gefecht mit Regierungstruppen getötet worden, berichtete die Seite.

Sein Vater starb vor acht Jahren bei einem bewaffneten Überfall auf russische Grenzschützer. Derzeit wird vermehrt über ausländische Islamisten berichtet, die in Syrien auf Seiten der Aufständischen kämpfen.

AFP/dapd/wid

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