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Terroranschläge erschüttern Mogadiscio

Die Hauptstadt Somalias erlebte ein blutiges Wochenende. Die radikal-islamische al-Schabaab-Miliz bekannte sich zu zwei Terroranschlägen, bei denen insgesamt mindestens 25 Menschen getötet wurden.

Selbstmordattentäter zündeten die Bomben: Brennende Autos vor dem Gerichtsgebäude in Mogadischu. (14. April 2013)
Selbstmordattentäter zündeten die Bomben: Brennende Autos vor dem Gerichtsgebäude in Mogadischu. (14. April 2013)
AFP

Bei einem Angriff auf das oberste Bundesgericht in Mogadiscio seien am Sonntag mindestens 22 Menschen getötet worden, berichteten die Behörden in der somalischen Hauptstadt. Unter den Toten seien Sicherheitskräfte, Juristen und Zivilisten sowie die neun Angreifer. Bei der Explosion einer Autobombe auf der Strasse zum Flughafen von Mogadiscio starben nach Polizeiangaben mindestens drei Mitarbeiter des türkischen Roten Halbmondes.

Bei dem Anschlag auf das Gericht erlagen laut den Angaben sechs Selbstmordattentäter ihren schweren Verletzungen, als sie den an ihrem Körper befestigten Sprengstoff zündeten.

Drei weitere, schwer bewaffnete Angreifer seien schliesslich bei Kämpfen im Gerichtsgebäude von Soldaten Somalias und der Afrikanischen Union (AU) getötet worden, sagte ein hoher somalischer Offizier der Nachrichtenagentur dpa. Manche Terroristen hätten Militäruniformen getragen. Die radikal-islamische al-Schabaab-Miliz bekannte sich zu dem Anschlag.

Angriff auf türkischen Roten Halbmond

«Dieser Angriff ist nichts anderes als ein Zeichen der Verzweiflung bei den Terroristen, die ihre Hochburgen verloren haben und in ganz Somalia auf dem Rückzug sind», betonte Präsident Hassan Sheikh Mohamud in einer Stellungnahme zu dem Anschlag auf das Gerichtsgebäude. Dieses befindet sich in unmittelbarer Nähe des Präsidentenpalastes.

Der Anschlag auf der Strasse zum Flughafen habe sich gezielt gegen den türkischen Roten Halbmond gerichtet, hiess es. Ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug habe den Wagen der Hilfsorganisation gerammt.

Die Zentralregierung wird seit vielen Jahren von der Al-Schabaab-Miliz herausgefordert, die Teile des Landes beherrscht. Allerdings waren die Islamisten in den vergangenen beiden Jahren von Truppen der AU und Somalias aus Mogadiscio und anderen grossen Städten vertrieben worden.

Keine IWF-Kredite

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte am Freitag die Regierung von Präsidenten Hassan Sheikh Mohamud anerkannt. Damit sei der Weg für die Wiederaufnahme der Beziehungen nach 22 Jahren Unterbrechung geebnet, teilte der IWF in Washington mit.

Mit der Anerkennung kann der Währungsfonds dem vom Bürgerkrieg zerrütteten Land in Ostafrika technische Unterstützung und politische Beratung zukommen lassen. Da Somalia dem IWF noch etwa 352 Millionen Dollar schulde, könne das Land zur Zeit keine Kredite vom IWF bekommen, erklärte der Weltwährungsfonds weiter.

SDA/fko

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