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Tiefe Trauer über Shimon Peres' Tod

Shimon Peres wurde vom ganzen Volk geliebt. Die israelische Regierung wird sich zu einer Trauersitzung treffen. US-Präsident Barack Obama würdigt den Verstorbenen.

Harter Schlag für Israel: Shimon Peres ist gestorben. (13. Mai 2014)
Harter Schlag für Israel: Shimon Peres ist gestorben. (13. Mai 2014)
Hakon Mosvold Larsen, Keystone
Shimon Peres erlitt vor zwei Wochen einen Schlaganfall. (15. Juli 2014)
Shimon Peres erlitt vor zwei Wochen einen Schlaganfall. (15. Juli 2014)
Dan Balilty, Keystone
Tag der Frauen in Tel Aviv: Shimon Peres und Naomi Campbell. (8. März 2016)
Tag der Frauen in Tel Aviv: Shimon Peres und Naomi Campbell. (8. März 2016)
Ariel Schalit, Keystone
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Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und seine Ehefrau Sara haben mit tiefer Trauer auf den Tod des israelischen Ex-Präsidenten Shimon Peres reagiert. Peres sei vom ganzen Volk geliebt worden, hiess es am Mittwoch in der Mitteilung von Netanyahus Büro.

Die Regierung werde sich zu einer Trauersitzung versammeln. Der 93-jährige Friedensnobelpreisträger war zwei Wochen nach einem schweren Schlaganfall in einem Krankenhaus bei Tel Aviv gestorben. Mit dem Begräbnis wird für Freitag gerechnet, eine offizielle Mitteilung steht allerdings noch aus.

Obama: «Kämpfer für den Frieden»

US-Präsident Barack Obama hat Shimon Peres als einen «Kämpfer für Israel» und den Frieden im Nahen Osten gewürdigt. «Als Amerikaner stehen wir in seiner Schuld», erklärte Obama in einer Stellungnahme zum Tod Peres'.

«Keiner hat über die Jahre hinweg mehr dafür getan als Shimon Peres, die Allianz zwischen unseren beiden Ländern aufzubauen – eine unzerbrechliche Allianz, die heute enger und stärker ist, als sie es jemals war.»

Er könne sich «keine grössere Würdigung für sein Leben vorstellen», als den Einsatz für den Frieden im Nahen Osten zu erneuern, sagte Obama. «Ein Licht ist ausgegangen, aber die Hoffnung, die er uns gegeben hat, wird für immer brennen», liess sich der US-Präsident zitieren.

«Shimon Peres war ein Kämpfer für Israel, für das jüdische Volk, für Gerechtigkeit, für Frieden und für den Glauben, dass wir der besten Version unserer selbst treu bleiben können – bis zum Ende unserer irdischen Zeit und in dem Vermächtnis, das wir anderen überlassen.»

«Sprachgewaltiger Träumer»

Mit Shimon Peres habe Israel einen «eifrigen Fürsprecher für Frieden und Versöhnung verloren», schrieben der ehemalige US-Präsident Bill Clinton und seine Frau und Präsidentschaftskandidatin Hillary. Peres sei ein «grossherziges Genie» gewesen, das seine Talente für eine «Zukunft der Versöhnung» genutzt habe. Bis zum Ende sei der ehemalige israelische Präsident ein «leuchtender und sprachgewaltiger Träumer» gewesen.

Der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier sagte, Peres' Verdienste um Israel liessen sich kaum ermessen. «Die Welt hat einen grossen Staatsmann, Israel einen seiner Gründungsväter und Deutschland einen hoch geschätzten Freund und Partner verloren», sagte Steinmeier.

Der frühere US-Präsident George W. Bush sagte, Peres habe versucht, dem Frieden den Weg zu bahnen. Seine Menschlichkeit und Würde hätten viele inspiriert.

Der Präsident des Jüdischen Weltkongresses, Ronald Lauder, erklärte, Peres habe den zionistischen Traum verkörpert, für das jüdische Volk einen freien, sicheren und wohlhabenden Staat zu schaffen, und er habe sich bis ins hohe Alter seine Neugier für Wissenschaft, Forschung und menschliche Entwicklung bewahrt.

sda/AP/chk

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