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Todesstrafe für Ghadhafi-Getreue?

Der Premier, der Geheimdienstchef und weitere Mitstreiter des früheren libyschen Machthabers Muamar al-Ghadhafi stehen in Tripolis im Kriegsverbrecherprozess vor Gericht.

Auf der Anklagebank: Mitglieder der früheren Entourage von Muamar al-Ghadhafi. (14. April 2014)
Auf der Anklagebank: Mitglieder der früheren Entourage von Muamar al-Ghadhafi. (14. April 2014)
AFP

Vor einem Gericht in Tripolis ist am Montag der international umstrittene Prozess gegen zwei Söhne des ehemaligen Diktators Muammar al-Ghadhafi und weitere Angeklagte fortgesetzt worden. Bereits nach wenigen Minuten wurde das Verfahren allerdings auf den 27. April vertagt.

Nach Angaben eines Prozessbeobachters erschienen Saif al-Islam und Al-Saadi al-Ghadhafi beide nicht im Gerichtssaal im Al-Hadhba-Gefängnis in Tripolis.

Saif al-Islam wird in der westlichen Stadt Zintan festgehalten. Die Rebellenbrigade, die ihn im November 2011 gefangen genommen hatte, hatte vorgeschlagen, ihn per Video-schaltung am Prozess in Tripolis teilnehmen zu lassen. Aus Justizkreisen hiess es, Saadi werde noch befragt. Er werde in einigen Tagen zu den Angeklagten stossen.

Kritik von Human Rights Watch

Auf der Anklagebank sassen am Montag unter anderem der frühere Regierungschef Al-Baghdadi al-Mahmudi und Ex-Geheimdienstchef Abdullah al-Senussi. Den insgesamt 37 Angeklagten werden unter anderem Kriegsverbrechen und Korruption vorgeworfen. Einigen von ihnen droht die Todesstrafe.

Der Prozess hatte am 24. März mit einer kurzen Sitzung begonnen, an der ein Drittel der Angeklagten nicht teilgenommen hatte. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch erklärte, man könne nicht von einem fairen Verfahren sprechen.

SDA/cpm

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