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UNO erwartet eine halbe Million Flüchtlinge aus Mali

Die Kämpfe in Mali haben einen grossen Flüchtlingsstrom zur Folge. Das UNO-Flüchtlingshilfswerk baut seine Nothilfekapazitäten in den Nachbarländern aus.

Hier leben bereits zahlreiche aus Mali Vertriebene: Blick auf das Mbere-Flüchtlingslager in Mauretanien. (3. Mai 2012)
Hier leben bereits zahlreiche aus Mali Vertriebene: Blick auf das Mbere-Flüchtlingslager in Mauretanien. (3. Mai 2012)
Keystone

Wegen der Kämpfe in Mali stellt sich die UNO auf einen grossen Flüchtlingsstrom ein. Mehr als 700'000 Menschen könnten sich gezwungen sehen, vor Gefechten zwischen den von Frankreich unterstützten Regierungstruppen und islamischen Extremisten zu fliehen, erklärte das UNO-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) heute in Genf.

«Unsere aktuellen Planungen sind auf bis zu 300'000 Menschen eingestellt, die innerhalb Malis Zuflucht suchen, und auf 407'000, die in benachbarte Länder fliehen», sagte UNHCR-Sprecherin Melissa Fleming. Seit dem Frühjahr 2012 seien vor Kämpfen im Norden des Landes bislang rund 230'000 Menschen zu anderen Orten innerhalb Malis und fast 150'000 in benachbarte Länder geflohen.

Helfer wollen Zugang zu umkämpfter Stadt

Das UNHCR arbeite intensiv daran, seine Nothilfekapazitäten in Algerien, Guinea, Mauretanien, Burkina Faso, Niger und Togo auszubauen. UNO-Flüchtlingskommissar António Guterres hatte Europa gestern aufgerufen, die Unterstützung der Nachbarländer Malis bei der Versorgung von Flüchtlingen zu verstärken.

Ärzte ohne Grenzen hatte heute gefordert, dass ihren Mitarbeitern schnellstmöglich der bislang verwehrte Zugang zur umkämpften Region um die Stadt Konna im Norden ermöglicht werde. Die Stadt ist laut Angaben der malischen Streitkräfte seit gestern wieder unter ihrer Kontrolle. Die Angaben konnten bislang jedoch nicht unabhängig bestätigt werden.

(SDA)

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