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UNO-Inspektoren wurden Opfer eines Hinterhalts

Erst herrschte Verwirrung zum Angriff auf internationale Chemiewaffen-Experten in Syrien. Nun ist klar: Die Täter lauerten dem Konvoi auf und verübten einen Bombenanschlag.

In Syrien gibt es immer wieder Vorwürfe wegen Chemiewaffen-Angriffen: Armeeangehörige mit Schutzmasken (3. Januar 2014).
In Syrien gibt es immer wieder Vorwürfe wegen Chemiewaffen-Angriffen: Armeeangehörige mit Schutzmasken (3. Januar 2014).
Petros Karadijas, Keystone

Die Organisation zum Verbot Chemischer Waffen (OPCW) hat Details zum Angriff auf Mitarbeiter in Syrien bekanntgegeben: Demnach wurden einige Inspektoren von Bewaffneten für kurze Zeit gefangen genommen. Nach einer Intervention der grössten syrischen Oppositionsgruppe seien sie aber freigelassen worden, teilte die OPCW in Den Haag mit. Am Dienstag war ein Konvoi mit Inspektoren der OPCW und UN-Mitarbeitern in Syrien angegriffen worden.

Der Angriff habe mit einem Bombenanschlag auf ein Fahrzeug des Konvois begonnen, teilte die OPCW mit. Das Auto sei dabei schwer beschädigt worden. Die anderen Fahrzeuge seien zurückgezogen worden. Dabei seien sie aus einem Hinterhalt angegriffen und beschossen worden. Die Insassen zweier Fahrzeuge seien kurze Zeit gefangen genommen worden. Ein Fahrer habe leichte Verletzungen erlitten. Der Rest des Teams sei in Damaskus.

Auf dem Weg zum Ort eines Chlorgasangriffes

Die Experten waren auf dem Weg zum Ort eines mutmasslichen Chlorgasangriffs. Die internationale Organisation überwacht weltweit die Umsetzung der Chemiewaffenkonvention und ist in Syrien für die international vereinbarte Vernichtung des dortigen Arsenals zuständig. Die Untersuchung zu dem mutmasslichen Chlorgasangriff in der Region Hama läuft seit einigen Tagen. Die OPCW ist mit den Vereinten Nationen verbunden, selbst aber keine UN-Unterabteilung.

Im Bürgerkriegsland Syrien werden immer wieder UN-Mitarbeiter festgehalten. Erst im März hatte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sich besorgt deswegen gezeigt. Damals befanden sich 22 UN-Mitarbeiter in Gefangenschaft in Syrien, drei weitere galten als vermisst.

AP/thu

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