Zum Hauptinhalt springen

US-Luftangriff trifft Islamisten-Konvoi

Ein Treffen der Führung der IS-Miliz nahe Mossul ist jüngstes Ziel der US-Kampfjets. Ob der selbst ernannte Kalif Abu Bakr al-Baghdadi dabei war, ist noch unklar.

Berichte über Angriffe auf Islamisten-Führer: Ein F-18E Super Hornet Jet der US-Navy über dem Irak. (4. Oktober 2014)
Berichte über Angriffe auf Islamisten-Führer: Ein F-18E Super Hornet Jet der US-Navy über dem Irak. (4. Oktober 2014)
Shawn Nickel, Reuters

US-Kampfjets haben im Nordirak mehrere Luftangriffe auf Führer der Terrormiliz Islamischer Staat geflogen. Wie ein ranghoher Pentagonvertreter mitteilte, galt die Attacke vom Vortag einem Treffen von Befehlshabern der Extremistengruppe in der Nähe der Stadt Mossul. Demnach wurde dabei ein Konvoi mit zehn gepanzerten Lastwagen zerstört, in denen diese vermutet wurden.

Ob IS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi ins Visier genommen wurde, könne nicht bestätigt werden, sagte der US-Militärvertreter weiter. Weitere Details wollte er nicht nennen.

10 Millionen Dollar Kopfgeld

Al-Baghdadi hat sich zum Kalifen über weite Teile im Irak und Syrien erklärt, die vomIS kontrolliert werden. Seit der Iraker 2010 die Macht über den damaligen Ableger von al-Qaida an sich riss, formte er aus der sunnitischen Extremistengruppe eine unabhängig operierende grenzüberschreibende Miliz, die brutal gegen Andersdenkende und Minderheiten vorgeht. Die USA haben ein Kopfgeld von zehn Millionen Dollar (rund acht Millionen Euro) auf al-Baghdadi ausgesetzt.

Trotz der US-Luftangriffe setzten Jihadisten ihre Anschläge auf irakische Sicherheitskräfte und Zivilisten fort. Bei einer Serie von Bombenanschlägen kamen mindestens 43 Menschen ums Leben. Die Sprengsätze detonierten in Bagdad und Umgebung, wie die Polizei mitteilte. Am Vorabend hatte ein Selbstmordattentäter in der Stadt Baidschi im Nordirak acht Polizisten mit sich in den Tod gerissen.

Unter den Opfern in Baiji war auch der ranghohe Polizist Faisal Malik al-Samel, der für eine Truppeninspektion in die Stadt gekommen war. 15 weitere Menschen wurden verletzt, als der Attentäter mit einem mit Sprengstoff beladenen Lastwagen in den Polizeikonvoi raste. Ministerpräsident Haider al-Abadi würdigte al-Samel und führte am Samstag bei dessen Beerdigung den Trauerzug an.

Mehrere Anschläge

Für den Angriff übernahm zunächst niemand Verantwortung. In Baiji, 250 Kilometer nördlich von Bagdad, haben irakische Truppen aber wiederholt Angriffe der IS-Miliz auf die dort liegende grösste Ölraffinerie des Landes zurückgeschlagen.

Der folgenschwerste Anschlag ereignete sich im Bagdader Viertel Sadr City, wo elf Menschen ums Leben kamen und 21 verletzt wurden, als eine Autobombe eine Geschäftsstrasse verwüstete. In al-Amin im Südosten der Hauptstadt starben neun Menschen, westlich davon, im Viertel Amil, explodierten zwei Sprengsätze und töteten acht Menschen, in al-Karadah, im Zentrum Bagdads, kamen sieben Menschen ums Leben. Weitere Anschläge gab es in Jussifija und Safaranija südlich von Bagdad.

AP/thu

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch