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Wahllokal nach Zusammenstössen geschlossen

In Ägypten hat heute die zweite Runde der Parlamentswahl begonnen. Ein Wahllokal nahe der ägyptischen Hauptstadt Kairo musste geschlossen werden. Zuvor waren dort Bewaffnete aneinandergeraten.

Der Endspurt im Wahlmarathon: Wählerinnen stehen an vor einem Urnenlokal in Minya, rund 350 Kilometer südlich der Hauptstadt. (3. Dezember 2012)
Der Endspurt im Wahlmarathon: Wählerinnen stehen an vor einem Urnenlokal in Minya, rund 350 Kilometer südlich der Hauptstadt. (3. Dezember 2012)
AFP
Gute Resultate für Muslimbrüder und Salafisten: Eine Frau gibt in Gizeh ihre Stimme ab. (21. Dezember 2011)
Gute Resultate für Muslimbrüder und Salafisten: Eine Frau gibt in Gizeh ihre Stimme ab. (21. Dezember 2011)
Keystone
Eine Wahlbox in Alexandria wird zur Auszählung gebracht.
Eine Wahlbox in Alexandria wird zur Auszählung gebracht.
Keystone
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Ein Wahllokal nahe der ägyptischen Hauptstadt Kairo ist am Mittwoch nach gewaltsamen Zusammenstössen von Anhängern verschiedener Kandidaten geschlossen worden.

Nach Angaben von Wahlhelfern waren in der Region Gizeh mehrere Bewaffnete aneinandergeraten. Daraufhin hatten Militär und Sicherheitskräfte eingegriffen. Ob bei dem Streit jemand verletzt wurde, war zunächst unklar.

Vermutlich hohe Wahlbeteiligung

In Ägypten hat heute in neun Provinzen die zweite Runde der Parlamentswahl begonnen. Erste Berichte vom Vormittag deuteten auf eine hohe Wahlbeteiligung hin. Es sind die ersten Wahlen nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Hosni Mubarak im Februar.

Sie werden in drei Stufen abgehalten und sollen Anfang des kommenden Jahres abgeschlossen sein. Bei der ersten Runde der Wahlen hatten die zwei grössten islamistischen Parteien zusammen fast 70 Prozent der Sitze gewonnen.

Bei den noch ausstehenden Wahlgängen dürften sich die Stimmenanteile der Muslimbruderschaft sowie der salafistischen Partei al-Nur sogar noch erhöhen. Nach Auffassung einiger Beobachter könnten die Salafisten die moderatere Muslimbruderschaft zudem in eine konservativere Richtung drängen.

180 der 498 Sitze zu vergeben

«Wir müssen die Herrschaft des Islams ausprobieren, um entscheiden zu können, ob sie gut für uns ist», sagte Hussein Chattab, der in der Provinz Gizeh nahe der Hauptstadt Kairo seine Stimme abgab. «Wenn nicht, gehen wir zurück zum Tahrir-Platz», sagte er mit Bezug auf den Schauplatz der Proteste gegen Mubarak Anfang des Jahres.

In der zweiten Runde der Wahlen werden 180 der 498 Sitze des Parlaments vergeben. Die Abstimmung dauert noch bis zum (morgigen) Donnerstag. Die letzte Stufe der Wahl ist für den 3. und 4. Januar des kommenden Jahres geplant. Nach der konstituierenden Sitzung im März soll das Parlament einen Ausschuss bilden, der einen Entwurf für eine neue Verfassung erarbeitet.

SDA/kpn

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