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Winken für den Weltfrieden

Tausende Syrer sind schon über die Grenze in die Türkei geflohen. Dort leben sie in Flüchtlingslagern. Ein Besuch des Hollywoodstars Angelina Jolie sollte den Leuten Hoffnung spenden.

Bad in der Menge: Angelina Jolie bei ihrer Ankunft im Flüchtlingslager. (17. Juni 2011)
Bad in der Menge: Angelina Jolie bei ihrer Ankunft im Flüchtlingslager. (17. Juni 2011)
Keystone
«Angelina, küss mich für den Weltfrieden»: Bereits am Flughafen wurde Jolie enthusiastisch mit einem Transparent begrüsst.
«Angelina, küss mich für den Weltfrieden»: Bereits am Flughafen wurde Jolie enthusiastisch mit einem Transparent begrüsst.
Keystone
Im April besuchte die Schauspielerin bereits ein Krisengebiet in Tunesien.
Im April besuchte die Schauspielerin bereits ein Krisengebiet in Tunesien.
Keystone
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Hollywoodstar Angelina Jolie ist heute zu einem Besuch bei syrischen Flüchtlingen in der Türkei eingetroffen. In einem Privatflugzeug und mit Kisten voller Spielsachen traf die Schauspielerin und Sonderbotschafterin des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) in der Provinz Hatay ein. In den türkischen Flüchtlingslagern leben fast 10'000 Syrer, die vor der blutigen Niederschlagung der Protestbewegung durch das Regime in Damaskus geflohen sind.

Der Fernsehsender DHA zeigte Aufnahmen, wie Jolie das Flugzeug mit einer Sonnenbrille verliess. Später sei die Schauspielerin dann zu einem Lager in der türkischen Stadt Altinozu aufgebrochen, berichteten türkische Medien. Bereits am Flughafen wurde Jolie von den Behörden mit einem 15 Meter langen Transparent willkommen geheissen. Ein Fan hielt ein Plakat mit Aufschrift: «Angelina, küss mich für den Weltfrieden».

Den Behörden zufolge wird ein Team Jolies Aufnahmen von ihrem Treffen mit den Flüchtlingen bereitstellen. Im April war die US-Schauspielerin nach Tunesien gereist, als tausende Menschen wegen des Konfliktes in Libyen in das Nachbarland flüchteten.

Mindestens 16 Demonstranten getötet

Derweil haben syrische Sicherheitskräfte ihr hartes Vorgehen gegen Regimegegner am Freitag fortgesetzt und nach Angaben von Aktivsten mindestens 16 Demonstranten getötet. Unter den Opfern sei ein 16-jähriger Junge, berichtete das Örtliche Koordinationskomitee, das die Proteste gegen die syrische Regierung dokumentiert. Landesweit zogen tausende Menschen nach den Freitagsgebeten auf die Strassen, um das Ende des Regimes von Präsident Baschar Assad zu fordern. Zuvor hatten syrische Truppen mit Unterstützung von Panzern und Kampfhubschraubern eine weitere Stadt im Nordwesten des Landes unter ihre Kontrolle gebracht.

Nach Angaben von Aktivisten töteten Sicherheitskräfte neun Menschen in der zentralen Stadt Homs. Jeweils zwei Menschen seien in der ostsyrischen Stadt Deir el Sur und in Harasta, einem Vorort der Hauptstadt Damaskus, getötet worden. Ein weiterer Mensch kam den Angaben zufolge in der nördlichen Stadt Aleppo ums Leben. Der 16-Jährige und eine weitere Person seien im Dorf Dael im Süden des Landes getötet worden, hiess es.

dapd/mrs

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