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Kim droht Trump mit «ereignisreicher» Reaktion

Im Streit um das nordkoreanische Atomprogramm kündigte US-Präsident Trump den Alleingang der USA an. Nun spricht Pyongyang von Gegenmassnahmen.

Droht mit Alleingang gegen Nordkorea: US-Präsident Donald Trump.
Droht mit Alleingang gegen Nordkorea: US-Präsident Donald Trump.
AFP
Flog 60 Kilometer weit in Richtung Japan: Eine nordkoreanische Rakete beim Start. (Archivbild)
Flog 60 Kilometer weit in Richtung Japan: Eine nordkoreanische Rakete beim Start. (Archivbild)
Ex-Press
Die USA und Südkorea halten unter dem Namen «Foal Eagle» (Fohlen-Adler) seit 1997 jedes Jahr ein Marinemanöver ab.
Die USA und Südkorea halten unter dem Namen «Foal Eagle» (Fohlen-Adler) seit 1997 jedes Jahr ein Marinemanöver ab.
Jung Yeon-Je, AFP
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Nach der Drohung von US-Präsident Donald Trump mit einem Alleingang im Nordkorea-Konflikt hat die Führung in Pyongyang mit Gegenmassnahmen gedroht. Das nordkoreanische Aussenministerium kritisierte am Montag Trumps Äusserungen sowie ein laufendes Militärmanöver der USA mit Südkorea und Japan.

Dieses «rücksichtlose Vorgehen» bringe die koreanische Halbinsel «an den Rand eines Krieges», sagte ein Ministeriumssprecher der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA. Die Vorstellung, Nordkorea mit Sanktionen von seiner «nuklearen Abschreckung» abbringen zu können, sei ein «kühner Traum», sagte der Sprecher. Er warf den USA vor, den Konflikt anzuheizen, um Nordkorea «die Luft abzudrehen».

Sein Land habe darum «keine andere Wahl, als die nötigen Gegenmassnahmen zu ergreifen». Schon bald werde die Welt erleben, welche «ereignisreichen Schritte» Nordkorea unternehmen werde, um die «abscheuliche und rücksichtslose Sanktionserpressung zu durchkreuzen».

Trump droht mit Alleingang

Trump hatte wenige Tage vor seinem Treffen mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping mit einem Alleingang der USA im Streit um das nordkoreanische Atomprogramm gedroht.

Wenn China das Problem «nicht löst, werden wir es tun», sagte Trump in einem Zeitungsinterview. Xi wird Trump am Donnerstag und Freitag in dessen Privatclub Mar-a-Lago im US-Bundesstaat Florida besuchen.

Die Trump-Regierung fordert schon länger, dass China mehr Druck auf seinen traditionellen Verbündeten ausübt. China hatte zuletzt bereits Erklärungen des UNO-Sicherheitsrates gegen Nordkorea mitgetragen und sämtliche Kohle-Importe aus dem Land bis Jahresende gestoppt. Das geht der US-Regierung jedoch nicht weit genug. Sie hatte Nordkorea zuletzt auch mit militärischen Massnahmen gedroht.

Warnung vor neuen Atomwaffentests

Vergangene Woche hatten US-Experten vor einem neuen Atomwaffentest Nordkoreas gewarnt. Seit einem ersten Atomtest 2006 hat das Land bereits vier weitere Tests vorgenommen, zwei davon im vergangenen Jahr.

Zugleich arbeitet die kommunistische Führung in Pyongyang an der Entwicklung von Langstreckenraketen, mit denen atomare Sprengköpfe bis in die USA getragen werden könnten. Mit seinen Atomwaffen- und Raketentests verstösst Nordkorea gegen Resolutionen des UNO-Sicherheitsrats.

SDA/kat

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