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Was von Ghandis Lehren übrig bleibt

In Indien verachten Hindu-Nationalisten Mahatma Ghandis Erbe – und bewundern stattdessen Adolf Hitler.

Er war ein gläubiger Hindu, doch in Indien sind starke religiös-ideologische Umwälzungen spürbar: Gandhi mit seinen Enkeltöchtern in Delhi. Foto: Getty Images
Er war ein gläubiger Hindu, doch in Indien sind starke religiös-ideologische Umwälzungen spürbar: Gandhi mit seinen Enkeltöchtern in Delhi. Foto: Getty Images

Später Nachmittag in Navsari, Regen prasselt auf den Bahnsteig im Westen Indiens. Ein Klingeln ertönt, die Schranken senken sich, gleich wird der Zug mit kreischenden Bremsen in den Bahnhof einlaufen – so wie damals: 5. Mai 1930. In jenen Tagen herrschte noch die Weltmacht Grossbritannien über den indischen Subkontinent. Die koloniale Eisenbahn bildete neben der Flotte das wichtigste Vehikel des Empire. Züge transportierten Waren für den Import und Export, sie verlegten Truppen. Oder sie nahmen einen besonders widerspenstigen Mann an Bord, um ihn ins Gefängnis zu stecken.

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