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Mehr Gewalt gegen Kinder in Krisengebieten

Seit 2010 haben sich die Taten gegen Minderjährige fast verdreifacht, sagt das UN-Kinderhilfswerk. Betroffen sind besonders Länder in Zentralafrika sowie im nahen und mittleren Osten.

Die 9-jährige Luceyn Kifretune erlitt bei einem Bombenanschlag auf das Haus ihrer Familie in der syrischen Stadt Saraqib schwere Verbrennungen. (17. Oktober 2019) Foto: Cem Genco/Getty Images
Die 9-jährige Luceyn Kifretune erlitt bei einem Bombenanschlag auf das Haus ihrer Familie in der syrischen Stadt Saraqib schwere Verbrennungen. (17. Oktober 2019) Foto: Cem Genco/Getty Images

Im vergangenen Jahrzehnt haben sich die nachgewiesenen Gewalttaten gegen Kinder in Krisengebieten einem Bericht des Uno-Kinderhilfswerks Unicef zufolge fast verdreifacht. Ein «tödliches Jahrzehnt» für Kinder gehe seinem Ende zu, teilte Unicef in der Nacht zum Montag mit.

Seit 2010 seien insgesamt 170'000 schwere Misshandlungen von Kindern in Krisengebieten nachgewiesen worden - durchschnittlich 45 pro Tag. Darunter fielen zum Beispiel Tötungen, Verstümmelungen, sexuelle Gewalt, Entführungen oder Angriffe auf Schulen oder Krankenhäuser.

2018 wiesen die Vereinten Nationen 24'000 solcher Taten nach - fast dreimal so viele wie noch 2010, auch weil mehr für die Erfassung und Verifizierung der Taten getan wird. «Konflikte auf der Welt dauern länger, lösen mehr Blutvergiessen aus und kosten mehr junge Leben», sagte Unicef-Chefin Henrietta Fore. Besonders schlimm sei es derzeit für Kinder unter anderem in Syrien, im Kongo und im Jemen. Das Kinderhilfswerk rief zu einem besseren Schutz von Kindern in Krisengebieten weltweit auf.

(SDA)

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