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Hetze, Empörung und grosses Mitteilungsbedürfnis

Den offiziellen Meldungen meist voraus, oft gehässig im Ton und unkontrollierbar: Die Diskussion über den Anschlag in Berlin hat in den sozialen Netzwerken grosse Ausmasse angenommen. Auch die Polizei nutzt diesen Kanal.

Später richtete sich der Verdacht dann gegen den Tunesier Anis Amri, von dem mittlerweile ein IS-Video aufgetaucht ist: Italienische Forensiker untersuchen den Ort in Mailand, wo Amri erschossen wurde.
Später richtete sich der Verdacht dann gegen den Tunesier Anis Amri, von dem mittlerweile ein IS-Video aufgetaucht ist: Italienische Forensiker untersuchen den Ort in Mailand, wo Amri erschossen wurde.
Daniele Bennati, Keystone
Amri war in der Nacht von einer Polizeistreife angehalten worden und hatte sich eine Schiesserei mit den Beamten geliefert.
Amri war in der Nacht von einer Polizeistreife angehalten worden und hatte sich eine Schiesserei mit den Beamten geliefert.
Daniele Bennati, Keystone
Polizisten vor dem Truck mit polnischem Kennzeichen.
Polizisten vor dem Truck mit polnischem Kennzeichen.
Sean Gallup/Getty Images
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In den sozialen Medien verbreiteten sich Mitteilungen über die Geschehnisse vom Montag wie ein Lauffeuer. Als die Polizei berichtete, ein LKW sei über den Gehweg am Breitscheidplatz gefahren und es gebe Verletzte, konnte man auf Twitter bereits die Meldungen besorgter Bürger lesen.

Schnell entwickelten sich Diskussionen darüber, was eigentlich vorgefallen war: Ein Unfall, ein Terroranschlag? Jene, die auf Twitter von einem Unfall schrieben, erhielten die kritische Rückmeldung, sie verwischten Tatsachen. Jene, die das Wort ­Anschlag benutzten und bereits Schuldige suchten, beschuldigte man der Spekulation.

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