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Der Mann mit dem Hut ist doch nicht gefasst

Der verhaftete Fayçal Cheffou ist offenbar nicht der gesuchte dritte Terrorverdächtige vom Brüsseler Flughafen. Nun hat die belgische Polizei ein Fahndungsvideo publiziert.

Belgische Medien berichteten von seiner Festnahme: der dritte Terrorverdächtige am Flughafen Zaventem. (22.März 2016)
Belgische Medien berichteten von seiner Festnahme: der dritte Terrorverdächtige am Flughafen Zaventem. (22.März 2016)
EPA/Belgian Federal Police

Die belgische Polizei fahndet weiterhin nach dem dritten Terrorverdächtigen vom Brüsseler Flughafen. Die Beschreibung des mutmasslichen Täters auf der Internetseite der Polizei wurde am Montag um ein Video ergänzt.

Die Ermittler gehen damit offenbar davon aus, dass der gefasste Fayçal Cheffou nicht der Mann auf dem Foto ist. Nun hat sich der Tatverdacht gegen den am Donnerstag festgenommenen Mann nach Angaben der Staatsanwaltschaft «nicht bestätigt». Fayçal Cheffou sei wieder freigelassen worden, teilte die Anklagebehörde am Montag in der belgischen Hauptstadt mit.

Auf Fahndungsbildern ist der Mann gemeinsam mit den beiden späteren Selbstmordattentätern zu sehen, die als Ibrahim El Bakraoui und Najim Laachraoui identifiziert wurden. Der gesuchte Dritte steht auf dem Bild rechts. Er schiebt einen Gepäckwagen und trägt einen helle Jacke und eine dunkle Mütze.

Mit diesem Video sucht die belgische Polizei weiter nach dem mutmasslichen Terroristen (Quelle: Youtube/Police Fédérale)

Keine offizielle Bestätigung

Zwischenzeitlich hatten belgische Medien gemeldet, dass der dritte Gesuchte gefasst sei und geschrieben, es handle sich um den am Freitag festgenommenen Fayçal Cheffou. Gegen ihn wurde wegen des Verdachts auf Beteiligung an terroristischen Morden Haftbefehl erlassen.

Eine offizielle Bestätigung dafür, dass Cheffou der dritte Verdächtige vom Flughafen ist, gab es nicht. Die Zeitung «Le Soir» hatte am Samstag gemeldet, der Mann sei von dem Taxifahrer identifiziert worden, der das Terrorkommando zum Flughafen gebracht hatte. Die Staatsanwaltschaft war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Noch mehr Opfer – Erdogans Vorwurf

Fast eine Woche nach den Selbstmordanschlägen ist die Zahl der Todesopfer auf 35 gestiegen. Vier Verletzte seien im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen, teilte Gesundheitsministerin MaggieDe Block am Montag auf Twitter mit. 101 weitere werden noch in Krankenhäusern behandelt, 32 davon wegen schwerer Verbrennungen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan warf den europäischen Behörden am Ostermontag einmal mehr vor, bekannten Terroristen zu viel Bewegungsfreiheit zuzugestehen. Selbst jetzt noch werde Verdächtigen die Ausreise aus europäischen Staaten in die Türkei und nach Syrien erlaubt, obwohl sie von der Regierung in Ankara als Extremisten benannt worden seien. Die europäischen Staaten hätten die Einstellung, Extremisten in die Türkei, den Irak und nach Syrien reisen zu lassen, solange sie keine Anschläge auf ihrem eigenen Boden verübten, sagte Erdogan.

sda/afp/kat/fal

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