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«Trump will zeigen: Ich mache alles anders als alle anderen»

Herr Scharioth, wie bewerten Sie als altgedienter Diplomat das Ergebnis des amerikanisch-nordkoreanischen Gipfels in Singapur?

Man reibt sich die Augen: Der US-Präsident bezeichnet Kim Jong-un als eine «grossartige Persönlichkeit» – einen Mann, den er noch vor Monaten als «Little Rocketman» verspottet und dem er «Feuer und Zorn» angedroht hat. Die Pressekonferenz in Singapur ähnelte einer Comedy-Sendung, in der ein äusserst gut aufgelegter, lustiger und ironischer Trump sich in seinem Erfolg sonnt.

Der Weltöffentlichkeit zeigt er damit: Seine hemdsärmelige Art führt zu unerwarteten Erfolgen!

Deshalb auch sein verstörendes Auftreten beim jüngsten G-7-Gipfel?

Der ehemalige Immobilienunternehmer lobt seinen Instinkt, sein Talent, sieht sich selbst als Meister des Deals. Wie dringend brauchte Trump diesen Erfolg in Singapur?

Ist das Treffen nicht aber eine Abkehr der Position von Trumps neuem Nationalem Sicherheitsberater John Bolton, der ja wie die Falken unter Bush eigentlich als Vertreter von Regimewechseln gilt?

«Es ist nur eine vage Absichtserklärung, ein erster Schritt»

Die Atomwaffen sicherten Kims Überleben, warum sollte er die aufgeben?

Geht womöglich das Signal von Singapur aus: Habe ich Atomwaffen, spricht auch der mächtigste Mann der Welt mit mir?

Könnte die zunächst überaus harte Position Washingtons auch ein Rezept für den Umgang mit Iran sein?

Trump hat womöglich zwei Regierungsperioden, Kim könnte Dekaden regieren. Ist das ein Vorteil für Nordkorea?

Die USA wollen dem Regime in Pyongyang umfangreiche Sicherheitsgarantien gewähren. Wie könnten die aussehen?

Die amerikanisch-südkoreanischen Manöver werden beendet. Könnte es gar zu einem Rückzug der US-Truppen aus Südkorea kommen?

Menschenrechte spielten keine grosse Rolle, trotzdem spricht Trump davon, dass die Menschen in den nordkoreanischen Straflagern die grossen Gewinner dieses Treffen seien.

Bekommt Trump den nächsten Friedensnobelpreis verliehen?