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Obama greift «Ordner voller Frauen» auf

Der US-Präsident liess es sich nicht nehmen, Mitt Romney für seine unbedachte Aussage im TV-Duell auf die Schippe zu nehmen: Er selbst brauche zum Glück keine Ordner, um talentierte junge Frauen zu finden.

Nach der unbedachten Aussage des US- Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney über Frauen hat Präsident Barack Obama die öffentliche Kritik an den Äusserungen aufgegriffen.

«Ich muss Ihnen sagen, dass wir keine Ordner sammeln müssen, um kompetente, motivierte und talentierte junge Frauen zu finden, die bereit sind zu lernen und in diesen Fächern zu unterrichten», sagte Obama am Mittwoch bei einem Wahlkampfauftritt an einer Universität im Bundesstaat Iowa. Er sprach über sein Engagement für Frauenrechte und über Pläne, mehr Professoren für Mathematik und ähnliche Fächer einzustellen.

«Er hätte zu mir kommen sollen»

Auch US-Vizepräsident Joe Biden stieg auf Romneys unglückliche Formulierung ein. «Angesichts der Vorstellung, dass er herumfragen musste, wo eine qualifizierte Frau ist, hätte er einfach zu mir nach Hause kommen sollen. Er hätte keinen Ordner gebraucht», sagte Biden.

Obama und Biden kommt Romneys Aussage gelegen, da sie derzeit versuchen, ihren abnehmenden Vorsprung in Umfragen bei Frauen wieder auszubauen. Im zweiten TV-Duell mit Obama hatte Romney am Dienstag erzählt, wie er als Gouverneur von Massachusetts nach weiblichen Bewerbern für sein Kabinett fahndete – und sich dafür «Ordner voller Frauen» bringen liess.

Im Internet häuften sich bereits während der Debatte die hämischen Kommentare über die Formulierung. In sozialen Netzwerken kursierten unzählige Fotomontagen, auf denen in Aktenordner gesteckte Frauen zu sehen waren.

SDA/fko

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