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«Obama nahm Romney in die Schule mit»

Barack Obama habe seinem Herausforderer Mitt Romney aussenpolitischen Nachhilfeunterricht erteilt, schreiben die US-Medien nach dem Duell. Laut Umfragen ist der Amtsinhaber der Sieger der Nacht.

Barack Obama sei als Amtsinhaber klar als Favorit in den Ring der letzten TV-Debatte gestiegen und auch als Sieger wieder herausgekommen, schreiben die US-Kommentatoren.

Ein energischer Präsident habe seinen republikanischen Herausforderer in die Defensive gedrängt und somit das dritte Rededuell klar für sich entschieden, schreibt CNN auf seiner Website.

CNN-Umfrage: Obama klar Sieger

Obama habe seine Stärke als «Commander in Chief» ganz klar ausgespielt und so Romney nichts anderes übrig gelassen, als seinem Widersacher immer wieder zuzustimmen.

So fiel denn auch das Resultat der CNN-Umfrage zugunsten von Barack Obama aus. 48 Prozent der Befragten sehen ihn als Sieger des TV-Duells, nur 40 Prozent stimmten für Mitt Romney.

CBS News: Obama gewinnt alle Umfragen

Noch deutlicher ist das Umfrage-Ergebnis von CBS News: 53 Prozent sehen den amtierenden Präsidenten als Gewinner der letzten Fernsehdebatte, lediglich 23 Prozent finden, dass Mitt Romney besser war. 24 Prozent konnten sich nicht entscheiden.

CBS fragte auch, welcher der beiden Männer wohl eine internationale Krise besser bewältigen könne. Und da liegt Obama mit 71 Prozent ganz klar vor Romney. Auch auf die Frage, wer in Sachen Terrorismusbekämpfung und nationale Sicherheit den besseren Job mache, stimmten 64 Prozent für Präsident Obama.

Politico: «Es war nicht ganz so schön»

Zu Beginn sagte Romney noch zu Obama: «Mister President, es ist schön, dass wir wieder zusammen sind.» Roger Simon vom Onlineportal Politico schreibt darauf in seinem Kommentar: «Ich wette, 90 Minuten später war Mitt Romney davon überzeugt, dass es nicht ganz so schön war.»

«Im Alter von 65 Jahren war Romney wohl davon überzeugt, dass er mit der Schule abgeschlossen habe. Doch der Amtsinhaber belehrte ihn eines Besseren: Obama nahm Romney noch einmal mit in die Schule!»

«New York Times»: Romney «matt und fahl»

Aussenpolitik sei nie Mitt Romneys Stärke gewesen, stellt die «New York Times» auch nach der dritten TV-Debatte fest. Sie sah und hörte denn auch Verachtung in den Augen und der Stimme des Präsidenten, als dieser seinem Herausforderer «Aussenpolitik der 1980er-, Sozialpolitik der 1950er- und Wirtschaftspolitik der 1920er-Jahre» vorwarf.

Die Antwort des Republikaners sei denn auch unsicher gekommen: «Mich anzugreifen ist noch lange kein Programm.» Laut NYT habe er dabei matt und fahl gewirkt, «wie ein Mann in einem klapprigen Boot draussen im bedrohlichen Meer.»

«The Huffington Post» kritisiert Moderator

«Bob Schieffer liess die Debatte immer wieder von der Aussenpolitik abschweifen», wird der Gastgeber des Abends auf der «Huffington Post» kritisiert. Er sei sehr zurückhaltend und sogar «kleinlaut» gewesen.

Zu den beiden Präsidentschaftsanwärtern schreibt auch der Kommentator der «Huffington Post», Michael Brenner, dass Mitt Romneys aussenpolitisches Wissen «dünn und klischeehaft» sei.

«L.A. Times»: «Romneys Aussenpolitik zu ähnlich»

Mitt Romney habe bei seinem dritten Auftritt an den ersten missglückten von Barack Obama erinnert, «nur dass er nicht ganz so schlecht war», schreibt die «Los Angeles Times». Doch Romney habe zu viele von Obama angesprochene Punkte unkommentiert stehen lassen und deshalb viel zu unentschlossen gewirkt.

Zudem liess der Republikaner – gewollt oder nicht – durchblicken, dass seine aussenpolitischen Standpunkte gar nicht so anders seien als jene des Amtsinhabers.

«The Washington Post»: «Entscheidung nicht gefallen»

Der Republikaner Romney sei zwar noch als mögliche Alternative zu Präsident Obama als Oberbefehlshaber in die Fernsehdebatte gestiegen, doch dann haben sich seine Positionen zu sehr dem Präsidenten angenähert, schreibt auch die «Washington Post».

Um dennoch auf seine Vorzüge aufmerksam machen zu können, habe Mitt Romney immer wieder versucht, in die Innenpolitik zu wechseln.

Laut der «Washington Post» habe das letzte der drei Fernsehduelle nicht dazu beigetragen, die Wechselstaaten für den einen oder anderen Kandidaten zu gewinnen. «Die Entscheidung dieser Präsidentschaftswahl ist letzte Nacht nicht gefallen!»

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