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Protestmarsch gegen Romney aus Angst um den Rundfunk

Als «Marsch der Million Puppen» war die Demonstration angekündigt. Beim Protest gegen Romneys Sparpläne geht es aber nur vordergründig um die Rettung der «Sesamstrasse».

Wollen die staatliche Unterstützung des öffentlichen Rundfunks verteidigen: Protestierende in Washington. (3. November 2012)
Wollen die staatliche Unterstützung des öffentlichen Rundfunks verteidigen: Protestierende in Washington. (3. November 2012)
Reuters

Seine Ankündigung, nach einem Wahlsieg dem öffentlichen Rundfunk den Geldhahn zuzudrehen, ist dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney mit einem bunten Protestzug durch Washington erneut vorgehalten worden. Mit ihrem Protest unter dem Motto «Marsch der Million Puppen» erinnerten einige hundert Demonstranten daran, dass auch die bei Kindern beliebte Puppen-Serie «Sesamstrasse» Romneys Vorhaben zum Opfer fiele.

Mit von der Partie waren unter anderem Kermit der Frosch und Big Bird, der im deutschsprachigen Raum als Bibo bekannte gelbe Riesenvogel. Ein Demonstrant mit Romney-Maske machte deutlich, gegen wen sich der Marsch zum Kongress richtete. «Ich mag Big Bird», hatte der Republikaner vor einem Monat bei einem TV-Duell mit Präsident Barack Obama beteuert. Trotzdem sollten PBS, der die «Sesamstrasse» ausstrahlt, und andere öffentlich-rechtliche Sender keine staatlichen Gelder mehr bekommen.

Öffentlicher Rundfunk bedroht

«Es geht nicht nur um die ‹Sesamstrasse›», sagte Michael Bellavia, der den Protestumzug mitorganisierte, der Nachrichtenagentur AFP. «Wir wollen das ganze Ökosystem der öffentlich-rechtlichen Medien unterstützen – alles beim Fernsehen über Radio bis hin zu allen Internet-Medien, die produziert werden.» In den USA kommen derzeit 15 Prozent des gesamten Haushalts des öffentlich-rechtlichen Rundfunks von der Regierung in Washington, den Rest steuern Stiftungen und Einzelpersonen bei.

Die Corporation for Public Broadcasting, die die staatlichen Mittel an die Sender verteilt, beteiligte sich nicht an der Demonstration, begrüsste aber in einer Mitteilung an AFP die jüngsten Unterstützungsaktionen «für den Wert des öffentlich-rechtlichen Rundfunks».

(AFP)

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