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Ryan ohne Hemd, bitte!

Countdown US-Wahlen, noch 11 Tage: Bei Wahlen wird über alles disputiert und Sinn wie Unsinn produziert. Nicht selten findet dabei auch die Paranoia ihren Weg ins Bewusstsein der Allgemeinheit.

Martin Kilian, Washington
Interessenskonflikt: Der nackte Oberkörper des republikanischen Paul Ryan stösst auf weit mehr Interesse als sein Haushaltsentwurf. Paul Ryan mit Mitt Romney an einer Wahlveranstaltung. (23. Oktober 2012)
Interessenskonflikt: Der nackte Oberkörper des republikanischen Paul Ryan stösst auf weit mehr Interesse als sein Haushaltsentwurf. Paul Ryan mit Mitt Romney an einer Wahlveranstaltung. (23. Oktober 2012)
David Goldman, Keystone

Wenn die amerikanische Demokratie – böse Zungen würden hier einflechten: das, was von ihr übrig ist! – auf Hochtouren läuft, weil eben Wahlen angesagt sind, verwandelt sie sich in ein barockes Ding. Über alles wird disputiert, Sinn wie Unsinn werden produziert, nichts gibt es, was nicht eine Untersuchung wert wäre. Und derweil Schlaues wie Blödes zum Ereignis über die Fernseher flimmert und Zeitungen wie Websites füllt, setzt bei jenen Teilen der Wählerschaft, die an den Rändern des politischen Spektrums beheimatet sind, ausgeprägte Paranoia ein. Unweigerlich findet diese, weil medial ausgeschlachtet, ihren Weg ins Bewusstsein der Allgemeinheit.

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