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Schlacht der Lügen und Halbwahrheiten

Im zweiten TV-Duell deckten sich Mitt Romney und Barack Obama gegenseitig mit Anschuldigungen ein. Wie viel dabei gelogen wurde, analysierten US-Politexperten.

Keine Zuneigung: Mitt Romney und Barack Obama in Hempstead. (16. Oktober 2012)
Keine Zuneigung: Mitt Romney und Barack Obama in Hempstead. (16. Oktober 2012)
AFP
Mehr Spass als letztes Mal: Barack Obama kann eindeutig zufriedener sein. Nach einigen unsicheren Minuten fand er den Tritt. Und machte es sich zur Gewohnheit, fast jeden Punkt seines Gegners Mitt Romney zu korrigieren. (16. Oktober 2012)
Mehr Spass als letztes Mal: Barack Obama kann eindeutig zufriedener sein. Nach einigen unsicheren Minuten fand er den Tritt. Und machte es sich zur Gewohnheit, fast jeden Punkt seines Gegners Mitt Romney zu korrigieren. (16. Oktober 2012)
Jason Reed, Reuters
Der Medienrummel ist riesig: Journalisten bereiteten sich auf die Berichterstattung vor. (16. Oktober 2012)
Der Medienrummel ist riesig: Journalisten bereiteten sich auf die Berichterstattung vor. (16. Oktober 2012)
Reuters
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Die Experten von politifact.com, ABC News und CBS News haben die wichtigsten Behauptungen der zweiten TV- Wahlkampfdebatte zwischen Barack Obama und Mitt Romney überprüft.

Nachfolgend die verkürzten Einschätzungen:

Romney: «Obama hat den tödlichen Angriff auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi erst 14 Tage später als Terrorangriff bezeichnet.»

politifact.com: Halbwahr. Obama hat zwar einen Tag später im Zusammenhang mit dem Anschlag gesagt, kein Terrorakt könne die USA erschüttern. In den darauffolgenden Tagen waren Regierungssprecher aber zurückhaltend in ihren Einschätzungen. Erst zehn Tage nach dem Angriff auf das Konsulat sagte Obama öffentlich und konkret, dass es sich um einen Terroranschlag handelte.

Obama: «Wir haben die Öl- und Erdgasproduktion auf den höchsten Stand seit mehr als zehn Jahren gebracht.»

CBS News: Halbwahr. Die Daten stammen aus dem aktuellen Bericht des US-Energieministerium. Darin steht aber auch, dass 2011 auf öffentlichem Territorium die Produktion um elf Prozent zurückging - besonders die Offshore-Förderung nach der Katastrophe auf der Plattform Deepwater Horizon im Golf von Mexiko.

Romney: «Die Hälfte der Jugend, die jetzt ihren Universitätsabschluss macht, hat später keinen Job oder arbeitet unterqualifiziert.»

ABC News: Falsch. Die Arbeitslosenquote der 20- bis 24-Jährigen lag im September bei 12,4 Prozent, die der Bachelor-Absolventen bei 6,3 Prozent. Nach ABC-News-Umfragen vom Mai haben Absolventen die besten Jobaussichten seit Beginn der Rezession.

Obama: «Romney hätte die US-Autoindustrie in die Insolvenz gehen lassen.»

CBS News: Richtig. Romney sagte der «New York Times», die Autoindustrie hätte eine geordnete Insolvenz antreten sollen. Der Schlüssel zur Rettung hätte in privaten Investitionen statt in Staatshilfen gelegen. Dadurch hätten sich die Unternehmen restrukturieren müssen.

Romney: «Obama hat seine Präsidentschaft nach George W. Bush mit einer Entschuldigungstour durch die Welt begonnen.»

politifact.com: Falsch. Obama hat in seinen Reden in Frankreich, Kairo oder vor den Vereinten Nationen zwar US-Aktivitäten der Vergangenheit - wie Folterpraktiken in Guantanamo - kritisiert, niemals jedoch eine Entschuldigung ausgesprochen.

SDA/mrs

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