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Trump sucht seinen Vize

Donald Trump will beim Parteitag der Republikaner verkünden, mit welchem «Running Mate» er in die US-Präsidentschaftswahl geht.

Hat es sich mit einigen potenziellen Vizekandidaten verspielt: Donald Trump, hier bei einer Wahlkampfrede in Manchester. (30. Juni 2016)
Hat es sich mit einigen potenziellen Vizekandidaten verspielt: Donald Trump, hier bei einer Wahlkampfrede in Manchester. (30. Juni 2016)
Robert F. Bukaty, Keystone
Als potenzieller Vizepräsident bei Trump hoch im Kurs: Der frühere Vorsitzende des Repräsentantenhauses Newt Gingrich. (Archivbild)
Als potenzieller Vizepräsident bei Trump hoch im Kurs: Der frühere Vorsitzende des Repräsentantenhauses Newt Gingrich. (Archivbild)
Cliff Owen, Keystone
26. Mai 2016: Trump hat nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AP die nötigen 1237 Stimmen für die Nominierung hinter sich.
26. Mai 2016: Trump hat nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AP die nötigen 1237 Stimmen für die Nominierung hinter sich.
Keystone
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Knapp drei Wochen vor dem Parteitag der Republikaner fast Donald Trump konkret Kandidaten für den Posten des Vizepräsidenten ins Auge. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AP stehen ganz oben auf der Liste der frühere Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Newt Gingrich, und der Gouverneur von New Jersey, Chris Christie. Verkünden will Trump den Namen aber erst beim Parteitag in Cleveland vom 18. bis 21. Juli, wo er auch selbst offiziell als Präsidentschaftskandidat nominiert werden soll.

Christie und Gingrich seien innerhalb der letzten 24 Stunden von Trumps Wahlkampfteam kontaktiert worden, hiess es aus informierten Kreisen. Im oft giftig geführten Vorwahlkampf der Republikaner hatte sich Trump mit einer Reihe seiner Rivalen und damit mit potenziellen Vize-Kandidaten überworfen.

Rubio setzt Statement auf Facebook

Senator Marco Rubio etwa stellte auf Facebook klar, dass er niemals Trumps «Running Mate» werden wolle. Zudem sehen viele republikanische Spitzenpolitiker eine Kandidatur des impulsiven Quereinsteigers nach wie vor mit Skepsis. Ein in der Partei gut vernetzter Vize-Kandidat könnte Trump aus dieser Bredouille helfen.

Christie war selbst als Vertreter des Partei-Establishments in den Vorwahlen der Republikaner für die Präsidentschaft angetreten, aber früh ausgeschieden. Danach setzte er sich zunehmend für Trump ein. Der Milliardär bestätigte, dass Christie für ihn ein möglicher Vize-Kandidat sei. «Ich schaue ihn mir natürlich an und das werde ich immer tun. Egal, ob es dafür ist oder für etwas anderes», sagte er im Radio.

Gingrich war selbst Präsidentschaftskandidat

Auch Gingrich gilt als wichtiger Unterstützer Trumps aus der obersten Partei-Hierarchie. Er war 2012 selbst erfolglos als Präsidentschaftsbewerber angetreten, von 1995 bis 1999 war er Vorsitzender im Repräsentantenhaus und hatte damit hinter Präsident und Vize den drittwichtigsten Posten in der staatlichen Hierarchie der USA inne.

Beide sollen nun von Trumps Team auf ihre Tauglichkeit abgeklopft werden. Dabei wird unter anderem geprüft, welche politischen Altlasten die Kandidaten mit sich bringen. Christie war bereits 2012 einmal vom Team des damaligen republikanischen Nominierten Mitt Romney überprüft worden. Seitdem hatte ihm allerdings der sogenannte Bridgegate-Skandal geschadet. Engen Vertrauten Christies wurde dabei vorgeworfen, aus politischer Rachsucht eine Brücke nach New York geschlossen und damit einen Monsterstau ausgelöst zu haben.

Andere Kandidaten kommen in Frage

Trump jedenfalls betonte, dass er einen arrivierten Politiker an seiner Seite haben wolle. «Ich glaube aus einer Reihe von Gründen, dass das gut wäre. Erstens will ich, wenn wir gewinnen - was wir hoffentlich tun -, Hilfe bei der Gesetzgebung, dabei, Dinge durchzubekommen. Und wenn man einen Unternehmer einbringt, braucht man nicht noch einen.»

Neben Gingrich und Christie könnte es noch den einen oder anderen Kandidaten geben. In dem Radiointerview sagte Trump, auch der Gouverneur von Indiana, Mike Pence, sei jemand, den er sehr respektiere. Pence sagte allerdings, er habe seit Wochen nicht mit Trump gesprochen und verwies alle Fragen zu einer möglichen Vizepräsidentschaftskandidatur an das Trump-Team.

SDA/kat

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