Eine saubere Sache

Die Koreaner haben das erste Serienauto mit Wasserstoffantrieb auf den Markt gebracht. Als logischen Schritt zeigen sie nun als ­Studie ein leichtes Nutzfahrzeug mit Brennstoffzelle.

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Es ist der Stoff, aus dem die Träume sind. Man tankt Wasserstoff, eine Brennstoffzelle wandelt ihn direkt im Fahrzeug in Strom um, der einen Elektromotor antreibt; und als einziges Abgas entströmt Wasserdampf aus den Endrohren. Längst ist diese Technologie serienreif, einzig an der Infrastruktur und einem effizienten Weg für die Wasserstoffherstellung mangelt es noch.

Dennoch setzen immer mehr Autohersteller darauf, genau wie Hyundai, die mit dem ix35 Fuel Cell als erster Hersteller ein Serienfahrzeug mit Brennstoffzelle lanciert haben. Nun gehen die Koreaner einen logischen Schritt weiter und wenden diese Antriebstechnologie im Nutzfahrzeugsektor an. An der Nutzfahrzeugmesse in Frankfurt zeigte Hyundai die Studie eines grossen Transporters, der allein mit Wasserstoff auskommt und mit einer Tankfüllung (175 Liter) eine Reichweite von 422 Kilometer schaffen soll.

Ein Tankvorgang von 7,03 Kilogramm komprimierten Wasserstoffs soll in weniger als vier Minuten erledigt sein. Die intelligente Anordnung der Antriebskomponenten im Hyundai H350 Fuel Cell sorgt dafür, dass die volle Ladekapazität erhalten bleibt. Je nach Radstand stehen 10,5 oder 12,9 Kubikmeter Ladevolumen zur Verfügung. Damit lassen sich bis zu 5 Euro-Paletten laden. Alternativ finden bis zu 14 Personen Platz.

Der Elektroantrieb erreicht eine Leistung von 136 PS und ein Drehmoment von 300 Nm, was eine Höchstgeschwindigkeit bis 150 km/h ermöglichen soll. Ob und wann der erste Wasserstoff-Lieferwagen von Hyundai in Serie geht, ist nicht bekannt.

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