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Marktführer an den Karren fahren

Mit dem Iveco Massif kehrt der Fiat-Konzern zum ernsthaften Geländewagen zurück. Er geht auch bei uns in den Verkauf.

Wer bislang einen schnörkellosen Geländewagen suchte, fand diesen bei Land Rover mit dem Defender, bei Jeep mit dem Wrangler oder eine kurze Zeit lang bei Santana (Spanien) mit dem aus dem Defender abgeleiteten PS-10. Vor Kurzem erst haben die Spanier mit Iveco, von denen bereits Motor und Getriebe stammen, einen Deal abgeschlossen und den PS-10 verkauft. Iveco hat den Wagen in die Kur genommen und ihn nun als Massif (Preise ab 41 965 Fr,) neu vorgestellt. Lang bewährte TechnikDer Wagen ist solide, wenn nicht sogar etwas altertümlich aufgebaut: Kastenrahmenchassis und Starrachsen sind das eine, die Blattfedern wirken hingegen etwas antiquiert. Von solchen Einwänden lassen sich die Konstrukteure bei Iveco nicht beirren, denn sie sind von dieser Bauweise überzeugt, speziell mit Blick auf den harten Einsatz, für welchen der Massif eigentlich konzipiert wurde. Unter der Haube arbeitet der moderne, aus dem Lieferwagen Daily abgeleitete 3.0-Turbodiesel mit Common-Rail-Einspritzung. Der Vierzylinder ist in zwei Leistungsstufen erhältlich, wobei sich der 130-kW-HPT-Motor (176 PS) vor allem durch die variable Turbinengeometrie beim Turbolader vom 107-kW-HPI-Motor (146 PS) unterscheidet. Er wird ohne Partikelfilter ausgeliefert, da der Motor auch ohne Filter die Euro-5-Abgasvorgaben erfüllt. Manuelles 6-Gang-Getriebe, ein zuschaltbarer Allradantrieb und eine Geländereduktion (1:2,3) komplettieren das Paket. Starkes TriebwerkAuf ersten Probefahrten zeigte der stärker motorisierte Massif ein für diese Fahrzeugklasse angebrachtes Gesicht. Er klettert behende über Stock und Stein und ist mit den für Geländefahrten prädestinierten Starrachsen auch richtig bestückt. Das Turbodiesel-Triebwerk ist in dieser Klasse eine Wucht, denn für so viel Leistungs- und Drehmomentreserven muss man weit suchen, und auch der alles andere als schwachbrüstige Defender hat nicht so viel zu bieten. Mit dem Massif erhofft sich Iveco, an einen neuen Kundenkreis ausserhalb der reinen Nutzfahrzeuge heranzukommen. Und Iveco will in Europa dem Marktführer Land Rover an den Karren fahren. Die Briten dominieren heute das europaweit rund 20000 Fahrzeuge umfassende Segment mit dem Defender zu 80%. In ein, zwei Jahren wollen die Italiener einen Marktanteil von 25%, später gar von 50% ergattern.

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