Ein Fratz mit X

Ab sofort bezeichnen die Rüsselsheimer ihre SUV und Crossover mit einem zusätzlichen X im Namen. Den Anfang macht der überarbeitete Opel Mokka.

Die neue LED-Signatur verleiht dem Mokka X mehr Pep.?Abgesehen davon sind die äusseren Änderungen sehr dezent.

Die neue LED-Signatur verleiht dem Mokka X mehr Pep.?Abgesehen davon sind die äusseren Änderungen sehr dezent.

(Bild: zvg)

Eine Modellüberarbeitung, zu Neudeutsch Facelift, bringt selten viel Neues. Ein bisschen Kosmetik hier und da, vielleicht mal ein neues Assistenzsystem oder eine neue Softwareversion im Navi, moderate Designanpassungen an den Anbauteilen und seltener mal einen neuen Motor – mehr darf man nicht erwarten.

Es ist ein Mittel für die Hersteller, ihre Modelle über die rund sieben Jahre dauernde Zykluszeit einigermassen frisch zu halten. Besonders im schnelllebigen digitalen Zeitalter ist das entscheidend.Die Überarbeitung des seit 2012 angebotenen Opel Mokka bietet zuallererst einen neuen Namen respektive eine Namensergänzung, was eher ungewöhnlich ist.

Der kompakte SUV heisst ab sofort Mokka X, was suggerieren könnte, dass man es mit einem völlig neuen Modell zu tun hat. Dies ist freilich nicht so. Eine neue LED-Signatur in Front- und Heckleuchten und eine leicht angepasste Frontpartie heben die neue Version von der vorherigen ab. Doch ansonsten ist der Mokka äusserlich ganz der Alte geblieben – er ist nach wie vor ein niedlicher Fratz, der dank seiner hochbockigen Art die Herzen vieler erobert.

Ein Auto für alle

Apropos Herzen erobern: Gemäss Hersteller soll der neue Mokka X «Singles, Paare, Fahrer aller Altersgruppen und aufstiegsorientierte Fahrer» anpeilen. Diese klobige PR-Formulierung könnte man einfacher umschreiben: Der Mokka X soll ein Auto für alle sein. Die hohe Einstiegs- und Sitzposition wird von älteren Fahrern sehr geschätzt. Familien werden das Platzangebot auf kompaktem Fussabdruck schätzen: Der Mokka X ist nur 4,28 Meter lang und 1,66 Meter hoch, man sitzt aber auch zu fünft bequem und kann bis 1372 Liter Gepäck verstauen.

Der günstige Einstiegspreis ab 22'700 Franken spricht auch junge Käufer an, die am überarbeiteten Innenraum ihre Freude haben dürften: Hier musste Opel dringend die üble Tastenflut beseitigen, und die Rüsselsheimer schafften dies in der gleichen souveränen Manier, wie sie es bereits im neuen Astra taten.

Auch im Mokka X kommt nun das vollvernetzbare IntelliLink-System zum Einsatz, alles wird über einige wenige Tasten sowie den berührungsempfindlichen Bildschirm, ähnlich wie auf einem Smartphone, bedient. Das macht Sinn und lässt die umständlichen Opel-Systeme von früher vergessen. Dass der Conciergedienst OnStar ebenfalls verfügbar ist, versteht sich von selbst.

Neue Antriebsvariante

Auch sonst wurde der Mokka technisch aufgerüstet. Neu ist das LED-Matrix-Licht AFL verfügbar, genauso wie ein schlüsselloses Zugangssystem. Die Opel-Frontkamera erkennt Verkehrsschilder sowie drohende Kollisionen und liefert Daten für den Spurhalteassistenten.

Auch in der Antriebspalette gibt es Neues: Der 1,4-Liter-Turbobenziner ist nun in Kombination mit Automatikgetriebe und Allradantrieb erhältlich, was besonders die Schweizer Kundschaft freuen wird. Zudem gibt es diesen Motor in einer neuen Topversion mit 153 PS. Ein 1,6-Liter-Benziner (115 PS) sowie ein 1,6-Liter-Diesel mit 136 PS runden das Angebot ab. Der neue Opel Mokka X ist ab Ende Oktober erhältlich.

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