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Der Porsche fürs Volk

Der Sportwagenhersteller spielt mit dem Gedanken, einen «Volksporsche» zu lancieren. Das Auto soll sich am Modell orientieren, welches James Dean in den 50ern fuhr, und weniger als 47'000 Euro kosten.

Der sogenannte James-Dean-Porsche könnte als Vorlage dienen: Replika des 550 Spyder, den der Schauspieler fuhr.
Der sogenannte James-Dean-Porsche könnte als Vorlage dienen: Replika des 550 Spyder, den der Schauspieler fuhr.
Reuters

Absatz verdoppeln, neues Einsteigermodell, 7000 neu Jobs – der Sportwagenhersteller Porsche hat seine Wachstumspläne drastisch angehoben. «Wir wollen bis 2018 mindestens 200'000 Autos verkaufen, statt vier künftig sieben Modellreihen bauen und die Beschäftigung um 50 Prozent erhöhen», sagte der Porsche-Vorstandsvorsitzende Matthias Müller dem «Handelsblatt».

Ein neuer «Volksporsche» unterhalb des bisherigen 47'000 Euro teuren Einsteigermodells Boxster könnte dem Stuttgarter Unternehmen völlig neue Kundenkreise erschliessen.

«Moderne Variante des James-Dean-Porsche»

«Ein kleiner offener Zweisitzer würde uns guttun», sagte Müller und fügte hinzu: «Ein attraktiver Preis wäre für neue Zielgruppen sicher sehr interessant.» Er denkt bei dem Modell an «eine moderne Variante des berühmten James-Dean-Porsche».

Der US-Schauspieler James Dean fuhr einen Porsche Spyder 550, mit dem er 1955 tödlich verunglückte. Als «Volksporsche» wurden allerdings die Modelle Porsche 914 und 924 umgangssprachlich bekannt. Sie beruhten in grossen Teilen auf VW-Technik und waren für Porsche-Verhältnisse vergleichsweise billig.

Müller will die Porsche-Modellpalette auch nach oben erweitern: Für ein Modell in dem Preissegment von 400'000 Euro sieht er gute Chancen.

Kompakte Geländewagen für 2013

Derzeit setzt die VW-Tochter Porsche 100'000 Stück pro Jahr ab, beschäftigt rund 13'000 Mitarbeiter und baut die Modelle Boxster/Cayman, 911, Cayenne und Panamera. Als fünfte Baureihe ist ein in Leipzig gebauter kompakter Geländewagen schon angekündigt, Cajun genannt. «Dieses Auto wird 2013 auf den Markt kommen», sagte Müller. Er plant einen Cajun-Absatz von 50'000 Einheiten pro Jahr.

Das Wachstum soll sich nach den Plänen auch in der Kasse niederschlagen. «Ziel ist eine Umsatzrendite von 15 Prozent und eine Kapitalrendite von 21 Prozent», sagte Müller. Die Expansion lässt sich das Unternehmen einiges kosten. «Wir werden die Investitionen und das Budget für Forschung und Entwicklung um etwa 50 Prozent aufstocken», sagte Müller der Zeitung. Um das Porsche-Image als sportlichen Hersteller zu schärfen, hatten die Stuttgarter bereits die Rückkehr in den teuren Rennsport angekündigt.

dapd

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