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Sicherheit für Knirpse im Auto

Kinder können die Mitfahrgelegenheit nicht selber wählen. Umso wichtiger, dass ihnen möglichst gute Kindersitze zur Verfügung stehen. Über gut oder schlecht entscheidet der TCS-Test. Erstmals war auch ein Liegebett top.

Der TCS hat 2008 zum zweiten Mal neun auf dem Markt erhältliche Kindersitze verschiedenen Tests unterzogen. Dabei lag das Augenmerk der Tester nicht nur bei der Crashsicherheit (Frontal- und Seitenaufprall bei 64km/h, resp. 50 km/h), sondern es wurden auch Bedienungsfreundlichkeit, Komfort und Gebrauch bewertet. Dies mit gutem Grund, geht doch die Sicherheit eines Kindersitzes Hand in Hand mit dem korrekten Einbau des Möbels ins Auto. Gute Testnoten gabs jedenfalls nur, wenn Sicherheit und Bedienungsfreundlichkeit stimmten.In den Testfeldern «Komfort» und «Gebrauch» wurde berücksichtigt, wie komfortabel das Kind sitzt und wie die Sichtverhältnisse aus dem Kindersitz heraus sind, sowie die Verarbeitung des Sitzes, erhältliches Zubehör, Machbarkeit des Wechselns und der Reinigung der Sitzbezüge usw.Das Erfreuliche vorab: Von den neun Testkandidaten konnten sich sieben ein «sehr empfehlenswert» holen, je ein Produkt wurde mit «empfehlenswert» und «nicht empfehlenswert» beurteilt. Und: Mit dem Römer Babysafe Sleeper schnitt diesmal auch ein Auto-Liegebett gut ab, was in früheren Tests nie der Fall war. Das Liegebett von Römer weist Kinderhaltegurte auf, die das Kleinkind bei einem Crash zurückhalten. Auto-Liegebetten eignen sich besonders für «Frühchen», deren Wirbelsäule im Gegensatz zu älteren Säuglingen noch zu schwach ist für die Halbsitzposition in einer Babyschale.Die Note «hervorragend» erhielt keines der neun Produkte.Resultate und mehr«Sehr empfehlenswert»Bugaboo Carseat (0–13 kg), 329 Franken (baugleich mit Takata 01 novo)HTS Besafe Izi Sleep mit Isofix-Basis (0–13 kg), 689 Franken Peg-Pérego Primo Viaggio Tri-Fix mit Isofixbasis (0–13 kg), 528 FrankenRömer Baby Safe Sleeper (0–10 kg), 360 Franken (baugleich mit Britax Baby safe Sleeper) Römer King Plus (9–18 kg), 380 FrankenRömer Kid (15–36 kg); 235 FrankenWavo G 0/1 Isofix (0–18 kg), 629 Franken (baugleich mit Wavo Fix XL)«Empfehlenswert»Recaro Polaric (0–18 kg), 539 Franken«Nicht empfehlenswert»Brevi Touring Sport (9–36 kg), in der Schweiz nicht oder nur schwer erhältlich.Ein detailliertes Dossier zum aktuellen TCS-Test mit Stärken und Schwächen der einzelnen Produkte kann auf www.infotechtcs.ch runtergeladen werden. Gleichzeitig ist in allen TCS-Geschäftsstellen und bei der Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu in Bern die TCS-Broschüre «Auto Kindersitze 08» gratis erhältlich. Kindersitz für wen?In der Schweiz müssen Kinder bis zum Alter von sieben Jahren vom Gesetz her in einem Kindersitz gesichert im Auto mitfahren. Resteuropa kennt dafür einmal wesentlich strengere Richtlinien als die Schweiz. In Deutschland müssen Kinder im Auto bis zu einer Körpergrösse von 150 cm im Kindersitz mitreisen. Österreich kennt die Kindersitzpflicht für Passagiere unter 14 Jahren oder unter 150 cm Körpergrösse. In Frankreich sind alle Kinder unter zehn Jahren im Kindersitz mitzuführen. In anderen europäischen Ländern bis zu einer Körpergrösse von 135 cm. Der TCS empfiehlt, Kinder bis zwölf oder bis zu einer Körpergrösse von 150 cm im Kindersitz oder mit einer Sitzerhöhung plus Rückenlehne mitzuführen.«Submarining» verhindernAchten Sie beim Kauf eines Autositzes immer auch auf eine korrekte Gurtführung. Sitzt der Gurt im Becken- und Halsbereich nicht sauber auf, kann ein Kind bei einer Kollision unter dem Beckengurt durchtauchen und sich schwere Bauchverletzungen zuziehen. Man nennt dieses Phänomen «Submarining». Schlimme Verletzungen kann ein schlecht geführter Schultergurt auch am Hals eines Kindes verursachen. Beim Kauf von Sitzerhöhungen ist darauf zu achten, dass nur solche mit Rückenlehne bis über den Kopfbereich berücksichtigt werden. Eine solche verhindert, dass ein schlafendes Kind zur Seite wegkippen kann und so im Schulterbereich aus den Gurten rutscht, oder mit dem Kopf beim Seitenaufprall gegen die Fensterkante prallt.

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