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Supersportler im Limousinenkleid

Der Mercedes-Benz 300 SEL 6.3 liess nach seiner Premiere am Genfer Auto-Salon 1968 im Spurt alle anderen Limousinen hinter sich. Seine «sanfte Gewalt» begeisterte nicht nur die Fachpresse.

Liegt satt auf der Strasse, trotz kritisierter Pendelachse: Mercedes-Benz 300 SEL 6.3 (1972).
Liegt satt auf der Strasse, trotz kritisierter Pendelachse: Mercedes-Benz 300 SEL 6.3 (1972).
Balz Schreier
Laub aufwirbeln: Die Fahrt ist angenehm, auch über Land.
Laub aufwirbeln: Die Fahrt ist angenehm, auch über Land.
Balz Schreier
Mit rund fünf Metern Länge fiel der 6,3-Liter kaum mehr auf als andere Mercedes-Limousinen der Zeit.
Mit rund fünf Metern Länge fiel der 6,3-Liter kaum mehr auf als andere Mercedes-Limousinen der Zeit.
Bruno von Rotz
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Thomas und Peter spielen Auto-Quartett. Siegessicher zückt Peter seine nächste Karte und sagt 200 km/h an, doch Thomas erwidert trocken: «220 km/h, schneller ist keiner!» In seiner Hand hält Thomas die Karte mit dem Mercedes-Benz 300 SL 6.3 Liter, der temperamentvollsten Limousine der Welt. Nur im Hubraum hätte ihn Peter mit einem Cadillac oder Rolls-Royce vielleicht übertrumpfen können, aber Leistung, Höchstgeschwindigkeit und Preis – rund 40'000 D-Mark oder der Gegenwert von sieben Volkswagen – waren für Limousinen Superlative Ende der Sechzigerjahre. Und der Wagen war dreimal so schnell, 18-mal kräftiger und 12-mal teurer als ein Goggomobil, welches Otto Normalverbraucher damals vielleicht fuhr.

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