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Radquer auf Eis Barhoumi in der Kälte entthront

An der Radquer-SM konnte Zina Barhoumi den Meistertitel nicht verteidigen. Die Bernerin holte wie Nils Aebersold Silber. Eric Lüthi gewann Bronze.

«Es war richtig kalt», meinte Zina Barhoumi zu den Bedingungen in Hittnau.
«Es war richtig kalt», meinte Zina Barhoumi zu den Bedingungen in Hittnau.
Foto: Radsportphoto

Eis statt Schlamm: Die Schweizer Radquer-Meisterschaft in Hittnau stand auch unter dem Einfluss der Minustemperaturen. «Das war das einzige Rennen auf Schnee in den vergangenen Jahren», sagt Zina Barhoumi. Sie kämpfte denn auch mit den Tücken der Strecke. «Durch die Schläge ist mir in der ersten Runde immer wieder die Kette rausgesprungen.» Dadurch musste die entthronte Titelverteidigerin schon früh die spätere Siegerin Nicole Koller ziehen lassen. In der Endphase plagten die 24-Jährige zudem Krampferscheinungen. «Keine Ahnung weshalb», zeigt sich die Bernerin ratlos. «Dieses Problem kenne ich eigentlich nicht, trat aber zuletzt schon zwei-, dreimal auf.»

Barhoumi hatte zuletzt ein Mammutprogramm absolviert. Im Dezember bestritt sie in Belgien acht internationale Rennen. Nach der Silbermedaille in Hittnau reist sie schon diese Woche wieder nach Belgien. Dort stehen im Januar noch das Weltcup-Finale und die Weltmeisterschaft an.

Aebersold gestürzt

Nils Aebersold kämpfte wie alle Fahrer mit den schwierigen Bedingungen.
Nils Aebersold kämpfte wie alle Fahrer mit den schwierigen Bedingungen.
Foto: Radsportphoto

Nils Aebersold zeigte sich froh, als er am Sonntag nach dem Rennen wieder zu Hause in Steffisburg in der warmen Stube war. Für den Gesamtsieger der nationalen Crosstour hatte zuvor in der U-19-Kategorie der zweite Platz resultiert. «Natürlich will man immer mehr, aber ich darf mit meiner Leistung zufrieden sein», meinte der 17-jährige Oberländer. Aebersold lief in der Startphase schnell warm und übernahm die Führung. Erst ein Sturz in einer Abfahrt ermöglichte Fluchtgefährte Jan Christen (Gippingen) davonzuziehen. Der Sohn des früheren Strassenprofis Niki Aebersold vermochte in der Folge die entstandene Lücke nicht mehr zu schliessen und büsste schliesslich eine Minute auf den Sieger ein. Für Aebersold ist dies die zweite Silbermedaille nach Rang 2 vor zwei Jahren in der U-17-Kategorie.

Lüthi auf dem Podest

Grund zur Freude hatte auch Eric Lüthi. Der Oberaargauer aus Hermiswil sicherte sich bei den U-23 Bronze. «Das ist meine erste Medaille an einer Schweizer Meisterschaft und hoffentlich nicht die letzte», so der 21-jährige Mountainbike-Spezialist. Den Podestplatz hatte Lüthi nicht unbedingt erwartet. «Nach der eingelegten Trainingspause stufte ich eigentlich drei, vier Konkurrenten stärker ein. Aber zum Glück ging für mich alles auf.» Die ungewohnten Streckenbedingungen mit den gefrorenen Rillen kamen dem Techniker dabei entgegen.

Eric Lüthi (rechts) wurde hinter Sieger Dario Lillo (M.) und Loris Rouiller Dritter.
Eric Lüthi (rechts) wurde hinter Sieger Dario Lillo (M.) und Loris Rouiller Dritter.
Foto: Radsportphoto

Im Eliterennen der Männer gingen die Berner leer aus. Routinier Lukas Flückiger verpasste als Vierter das Podest um eine halbe Minute. Der Seeländer Joris Ryf kam als Sechster ins Ziel. Schweizer Meister wurde Kevin Kuhn (Gibswil).