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Start der interregionalen 2. LigaBegehrte Nachwuchsspieler von YB und Thun

Die Berner Teams der 2. Liga interregional haben sich auch diese Saison mit Jungtalenten von YB und Thun verstärkt.

Viele Spieler des FC Lerchenfeld oder von Spiez sind beim FC Thun ausgebildet worden.
Viele Spieler des FC Lerchenfeld oder von Spiez sind beim FC Thun ausgebildet worden.
Markus Grunder

Eine Woche nach dem regionalen Start der Amateurclubs legt auch die interregionale 2. Liga los. Die Meisterschaft war im April wegen der Corona-Pandemie abgebrochen worden. Zum Neustart haben sich alle Berner Mannschaften mit Spielern aus den Nachwuchsteams von YB und Thun verstärkt. Während Akteure von YBs U-21 und U-18 eher zu Köniz wechseln, bleiben die Nachwuchsspieler von Thun vermehrt im Oberland. So ist vor allem die Equipe von Lerchenfeld gespickt mit ehemaligen FCT-Kickern.

Doch nun hat auch der letztjährige Aufsteiger Spiez gleich vier Thuner Nachwuchsspielern engagiert. «Mit dem Aufstieg sind auch wir für solche Spieler interessanter geworden», sagt FCS-Sportchef Reto Gerber. Allerdings nennt er auch geographische Gründe. So stammt etwa ein U-18-Zuzug aus Spiez, ein anderer aus Zweisimmen.

Sprung von U-18 in die U-21 nicht geschafft

Die Jungtalente wechseln oft, weil sie den Sprung bei YB oder Thun von der U-18 in die U-21 nicht schaffen. Thuns Nachwuchschef Jürg Frey erklärt: «Es gibt drei Varianten: Wenn es für einen Spieler nicht mehr für die nächste Stufe reicht, orientieren wir zuerst den Spieler und anschliessend seinen Stammverein. Ist dieser aber beispielsweise in der vierten Liga, will der Spieler meist in einer höheren Liga aktiv bleiben.

Ein solcher Wechsel geschieht danach in Absprache zwischen dem Stammverein und dem Spieler.» Im zweiten Fall könne ein Nachwuchsakteur zwar zu einem anderen Club wechseln, bleibe aber unter Beobachtung und würde je nach Entwicklung später zurückgeholt. «Und schliesslich kann ein Spieler beim FC Thun bleiben, aber ausgeliehen werden, um Spielpraxis zu sammeln.» Tendenziell, so Frey, gehe ein U-21-Akteur eher in die 1. Liga oder Promotion League, ein U-18-Spieler in die 2. Liga inter.

Sprung zum Erwachsenen-Fussball

Eine Garantie, dass sich die Jungen in den neuen Clubs durchsetzen, gibt es nicht. «Alle sind ohne Zweifel sehr gut ausgebildet», sagt Gerber. Der Sportchef gibt jedoch zu bedenken, dass die Bedingungen in der dritthöchsten Amateurliga weniger professionell sind als in den U-Meisterschaften. «Da spielen sie nun gegen Erwachsene und nicht mehr gegen Gleichaltrige. Auch sind speziell bei Derbys die Emotionen weniger unter Kontrolle als in den Nachwuchsmeisterschaften.»