ABO+

Bei Krücken und Skalpellen drohen Lieferengpässe

Neue EU-Regeln gefährden die Versorgung mit Medizinprodukten. Der Schweizer Branchenverband will die US-Zertifizierung anerkennen.

Ein Versorgungsengpass bei Medizinprodukten könnte in der Behandlung unangenehme Folgen haben. Foto: Esther Michel

Ein Versorgungsengpass bei Medizinprodukten könnte in der Behandlung unangenehme Folgen haben. Foto: Esther Michel

Dominik Feusi@feusl

Nächsten Sommer drohen in ganz Europa Versorgungsengpässe mit Medizinprodukten. ­Betroffen sind Tausende von Hilfsmitteln, die bei Ärzten, in Spitälern und Heimen gebraucht werden. Skalpelle, Krücken, Hüftgelenke, Inkontinenzartikel und andere mehr könnten knapp werden. Der Grund ist eine neue Regulierung der EU, die ab kommendem Mai gilt. Ab dann müssen Zehntausende von Produkten neu ein Zertifikat erlangen, bevor sie verkauft werden können. Es gibt viel zu wenig Stellen, die solche Zertifikate nach neuem Recht ausstellen können. Bis jetzt sind es gerade mal vier, eine davon in Grossbritannien, die im Falle eines harten Brexit auch noch wegfallen könnte. Eine von zwei bisherigen Zertifizierungsstellen in der Schweiz, QS Zürich, hat nach ersten Abklärungen entschieden, sich gar nicht mehr als Zertifizierungsstelle zu bewerben.

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt