Zum Hauptinhalt springen

«Das ist ein Rückenschuss»Berner Alleingang erntet scharfe Kritik

Wegen der steigenden Corona-Fallzahlen verbietet die Berner Regierung ab sofort Grossveranstaltungen. Das sorgt für viel Unverständnis – von SVP bis SP.

Keine guten Zeiten für Berner Sportfans: Der Regierungsrat verbietet ab sofort Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Leuten im Stadion.
Keine guten Zeiten für Berner Sportfans: Der Regierungsrat verbietet ab sofort Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Leuten im Stadion.
Foto: Christian Pfander

Im Kampf gegen die steigenden Corona-Fallzahlen geht der Kanton Bern seit Sonntag eigene Wege. Wenige Minuten nachdem der Bundesrat die neuen Massnahmen bekannt gab, legte die Berner Gesundheitsdirektion von Pierre Alain Schnegg (SVP) noch eine Schippe drauf. Als erster Kanton verbietet Bern die Durchführung von Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besucherinnen und Besucher. Die «dramatisch steigenden Corona-Fallzahlen» liessen keine solchen Anlässe mehr zu, begründet Schneggs Direktion in einer knappen Medienmitteilung den Entscheid.

In der Berner Sportwelt löste die Nachricht Entrüstung aus. Nicht wenige Vereine sehen sich in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht. Kritik erntete das Vorgehen aber auch aus der Berner Politik. Der Thuner FDP-Grossrat Carlos Reinhard fand auf Twitter deutliche Worte. Nachdem die Sportvereine viel Geld in ihre Schutzkonzepte investiert hätten, würden sie nun von der Regierung hintergangen. «Das ist ein Rückenschuss», so Reinhard.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.