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Virus-Ausbruch in WengenBehörden schliessen Teile des Skigebiets – auch Schule geht zu

In Wengen wurden mehrere Ansteckungen mit der mutierten Coronavirus-Variante nachgewiesen. Nun beschliessen die Berner Behörden einschneidende Massnahmen.

Ab Dienstag werden Teile des Jungfrau-Skigebiets für die Öffentlichkeit geschlossen.
Ab Dienstag werden Teile des Jungfrau-Skigebiets für die Öffentlichkeit geschlossen.
Foto: Marcel Bieri (Keystone)

Die Lauberhornrennen in Wengen stehen derzeit unter einem schlechten Stern. Im Weltcup-Dorf haben sich in den vergangenen Tagen mehrere Personen mit dem Coronavirus angesteckt. Besonders problematisch: Unter diesen Fällen wurde auch die Virus-Variante B117 nachgewiesen. Diese Variante ist vermutlich ansteckender als andere Virenstämme. Deshalb haben Volkswirtschaftsdirektor Christoph Ammann (SP) in Absprache mit der Kantonsärztin, dem Sonderstab der Gesundheitsdirektion und dem OK Lauberhorn nun einschneidende Massnahmen beschlossen.

Spätestens ab Dienstag soll ein Teil des Jungfrau-Skigebiets für alle private Skifahrende geschlossen werden. Diese Schliessung betrifft alle Lifte und Bahnen, die zwischen der Kleinen Scheidegg und Wengen fahren. Das Gebiet der Rennstrecke darf ab Dienstag nur noch durch Leute vom Weltcuptross betreten werden. Diese Personen werden vor dem Betreten des Gebiets mittels Schnelltest getestet. Das restliche Skigebiet steht Einheimischen und Gästen weiterhin offen.

Ziel der Massnahme sei, die Ski-Athleten und den Renntross von den Gästen zu trennen. Das sagte Gundekar Giebel, Sprecher des Gesundheitsdepartements des Kantons Bern, am Sonntag gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Insgesamt wurden in den letzten Tagen in Wengen 51 Personen positiv auf das Virus getestet, so Giebel. Für den Kurot gelten deshalb besondere Massnahmen.

Neben der Teil-Schliessung des Skigebiets stellten die Behörden nämlich bereits weitere, noch gravierendere Einschränkungen in Aussicht. Es werden unter anderem die Schliessungen von Hotels, Unterkünften und anderen Betrieben abgeklärt. Am Sonntagabend gab die Gemeinde Lauterbrunnen – zu welcher Wengen gehört – ausserdem bekannt, dass die Schulen ab dem 11. Januar auf Fernunterricht umstellen. Die Schliessung gelte vorerst für eine Woche, werde womöglich aber verlängert, wie einem Brief an die Eltern der Schülerinnen und Schüler zu entnehmen ist.

Die Bevölkerung von Wengen wird zugleich gebeten, wenn immer möglich zuhause zu bleiben und Kontakte ausserhalb des eigenen Haushalts zu vermeiden. Hygienemassnahmen, Distanzregeln und Maskentragepflicht seien zudem strikt einzuhalten. Dasselbe gelte auch für Touristen und Gäste, die in Hotels oder in anderen Ferienunterkünften logieren.

35 Kommentare
    D.MS

    Also als Wengener*in oder Touristin soll ich zu Hause bleiben aber die Skilifte laufen immer noch?Hmm....