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Trotz BudgetdefizitBerner Gemeinderat hält an Velobrücke fest

Mehrere Berner SVP-Stadträte fordern in einem Vorstoss, das Projekt Velobrücke über die Aare zu stoppen. Doch der Gemeinderat will trotz Budgetdefizit daran festhalten.

Zwischen der Berner Engestrasse  und dem Breitenrain Quartier soll eine Velobrücke für eine schnellere Verbindung sorgen.
Zwischen der Berner Engestrasse und dem Breitenrain Quartier soll eine Velobrücke für eine schnellere Verbindung sorgen.
Foto:  Andreas Blatter

Der Stadtberner Gemeinderat will nichts wissen von einem Übungsabbruch in Sachen Velobrücke über die Aare. Er empfiehlt einen Vorstoss aus den Reihen der SVP zur Ablehnung.

Vor dem Hintergrund eines sich abzeichnenden Budgetdefizits in Millionenhöhe müsse die Stadt Bern sparen, forderten verschiedene SVP-Stadtratsmitglieder in einem dringlichen Vorstoss. Daher soll die Stadt auf die weitere Planung einer Velobrücke über die Aare, von der Länggasse ins Breitenrainquartier verzichten.

Ein Übungsabbruch zum jetzigen Zeitpunkt würde die Erfolgsrechnung weder im laufenden noch im kommenden Jahr entlasten, hält der Gemeinderat in seiner am Dienstag veröffentlichten Antwort fest. Investitionskredite belasteten die Erfolgsrechnung nämlich erst in demjenigen Zeitpunkt, in welchem sie aktiviert werden müssen.

Weitere Linienführung

Weiter hält der Gemeinderat fest, dass sich das Stadtparlament ohnehin noch zum Projekt aussprechen kann. Erste Abklärungen zur Machbarkeit und zur Linienführung hat die städtische Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün abgeschlossen, aber dem Stadtparlament noch nicht zur Debatte vorgelegt.

Dies deshalb, weil nachdem eine weitere mögliche Linienführung zwischen dem Wylerfeld und der Länggasse ins Spiel gekommen ist. Diese würde auf der Seite Breitenrain eine direkte Zufahrtsroute zur Brücke ermöglichen.

Eine erste Machbarkeitsstudie hat gezeigt, dass eine Linienführung von der Wylerstrasse unmittelbar über die Bahngleise und die Polygonstrasse zum Viererfeld zwar technisch machbar ist, aber den Rückbau von Gebäuden bedingen würde. Der Gemeinderat sieht in dieser Variante ein grosses Potenzial und hat deshalb im Dezember 2019 entschieden, die Spielräume dafür in einer Vertiefungsstudie bis Ende 2020 genauer auszuloten.

Sobald diese Ergebnisse vorliegen, wird der Gemeinderat dem Stadtrat eine Vorlage zur Linienführung sowie das Vorgehen für den Wettbewerb vorlegen. Bis zu diesem Zeitpunkt werden keine weiteren Kredite gesprochen, und der Stadtrat wird grundsätzlich darüber befinden können, wie mit dem Projekt Fuss- und Veloverbindung Breitenrain – Länggasse weiter umgegangen werden soll.

(tag/sda)