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Preisgekröntes DebütBerner Lyrikerin ausgezeichnet

Für ihren Gedichtband «dekarnation» erhält Eva Maria Leuenberger den Orphil-Debütpreis.

Räumt Preise ab: Eva Maria Leuenberger
Räumt Preise ab: Eva Maria Leuenberger
Foto: Iris Andermatt

Eva Maria Leuenberger hat mit «dekarnation» ein Juwel geschaffen. Das schrieb unlängst diese Zeitung. Nun erhält die Berner Dichterin für ihren Band den mit 2500 Euro dotierten Orphil-Debütpreis 2020 der Stadt Wiesbaden.

In der Jurybegründung heisst es: «Tief hinein in eine archaische, vorzivilisatorische Welt führt uns Eva Maria Leuenberger in ihrem Debüt ‹dekarnation›. Leuenberger verfolgt dabei eine Poetik der grösstmöglichen Reduktion: Das Sprachmaterial, mit dem sie arbeitet, ist auf das Notwendigste verknappt und verzichtet auf jedwede Ausschmückung. Auf herausragende Weise gelingt es ihr so, an den Kern unserer Existenz vorzudringen (…).»

Vergeben wird der Orphil-Debütpreis alle zwei Jahre an Lyrikerinnen und Lyriker, die mit ihrem Werk Stellung beziehen und sich politischen wie stilistischen Moden zu widersetzen wissen. Die Preisverleihung soll im September stattfinden.

«dekarnation» erschien im Herbst 2019 und wurde bereits mit dem Basler Lyrikpreis 2020 ausgezeichnet. Eva Maria Leuenberger wurde 1991 in Bern geboren und lebt heute in Biel. 2016 gewann sie das Literaturstipendium «Weiterschreiben» der Stadt Bern.