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Die Fusion ist Tatsache

Grosshöchstetten erhält einen neuen Ortsteil: Schlosswil. Die Stimmbe­rechtigten der beiden Dörfer haben sich am Sonntag für die Fusion ausgesprochen.

Die Gemeindepräsidenten Hanspeter Heierli (links, Grosshöchstetten) und Markus Geist (Schlosswil) freuen sich über das klare Votum.
Die Gemeindepräsidenten Hanspeter Heierli (links, Grosshöchstetten) und Markus Geist (Schlosswil) freuen sich über das klare Votum.
Manuel Zingg

Für Grosshöchstetten ist es das wichtigste Ja seit Jahren. Für Schlosswil das letzte Ja als eigenständige Gemeinde. Und für beide war es eine klare Sache: Schlosswil fusioniert mit Grosshöchstetten. Die Stimmberechtigten der beiden Nachbardörfer haben dem Zusammenschluss ihrer Gemeinden am Sonntag zugestimmt. Damit wird Schlosswil ab dem 1. Januar 2018 offiziell zu einem Ortsteil Grosshöchstettens und als Dorf eingemeindet

Grosshöchstetten wächst im Gegenzug um rund 630 auf 4200 Einwohner, und das Gemeindegebiet verdoppelt sich nahezu.Das Resultat fiel in beiden Gemeinden deutlich aus. In Grosshöchstetten sprachen sich über 85 Prozent für die Fusion aus, bei einer beachtlichen Stimmbeteiligung von 53 Prozent. Noch höher fiel die Beteiligung in Schlosswil aus, wo sich fast 70 Prozent der Stimmbevölkerung am Urnengang beteiligten.

«Ich bin froh, ist es so deutlich herausgekommen.»

Markus Geist

Im Vorfeld der Abstimmung, da waren sich die Verantwortlichen beider Gemeinden einig, galt Schlosswil als Knacknuss. Wenn die Fusion scheitern würde, dann hier. Es war schwierig abzuschätzen, ob und wie stark die Fusionsgegner hier mobilisieren würden. Wie sich herausstellte, waren die Sorgen unbegründet. Zwar trieb die Vorlage viele Schlosswilerinnen und Schlosswiler an die Urne. Am Ende sprachen sie sich klar für den Anschluss an die grosse Nachbarin aus (70 Prozent Ja-Stimmen).

Zufriedene Präsidenten

Entsprechend erleichtert war der Schlosswiler Gemeindepräsident Markus Geist: «Ich bin froh, ist es so deutlich herausgekommen», so Geist, «und zwar in beiden Gemeinden.» Es wäre ungünstig gewesen, wenn sich Grosshöchstetten deutlich für die Fusion ausgesprochen hätte und Schlosswil nur knapp.

«Das wäre schwierig geworden», pflichtete ihm sein Höchstetter Amtskollege Hans­peter Heierli zu. In seiner Gemeinde sei er sehr zuversichtlich gewesen. «Schlosswil konnte ich hingegen nicht so richtig einschätzen.» Beide Gemeindeoberhäupter wiederholen nochmals, was sie vor der Abstimmung propagierten: Die Fusion mache für beide Gemeinden Sinn.

In den kommenden Monaten wird die Fusion umgesetzt. Verträge müssen angepasst, die IT vereinheitlicht, die Verwaltungen zusammengeführt werden. Viel Arbeit, die den Verantwort­lichen nun etwas leichter fallen dürfte. Mit dem Wissen: Es war ein klares Ja.

Resultat

Grosshöchstetten: 1116 Ja (85,5%), 189 Nein (14,5%), Stimm­beteiligung 53,4

Schlosswil: 230 Ja (70,3%), 97 Nein (29,7%).

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