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Naturschutz in ReichenbachBeteiligte trafen sich am runden Tisch

Zur Revision des Naturschutzgebiets Tschingel organisierte die Gemeinde einen Austausch. Dabei haben offene Fragen geklärt und Anliegen deponiert werden können.

Der einstige Tschingelsee ist heute eine Auenlandschaft und steht unter Naturschutz.
Der einstige Tschingelsee ist heute eine Auenlandschaft und steht unter Naturschutz.
Foto: Karin von Kaenel

Noch bis am Freitag liegt die geplante Revision des Naturschutzgebietes Tschingel öffentlich auf. Weil sich breiter Widerstand gegen die Vergrösserung des Schutzperimeters formiert hatte, lud die Gemeinde am Montag zu einem runden Tisch. «Teilgenommen haben verschiedene Interessenvertreter», schreibt die Gemeinde in einer Mitteilung zum Anlass.

Urs Känzig, Leiter der Abteilung Naturförderung, habe über die Gründe und die Ziele der geplanten Revision informiert. Ebenso habe der Initiant einer Online-Petition gegen die Revision, Stefan Kälin vom Restaurant Alpenruh, seine Sicht der Dinge darlegen können.

Wie die Gemeinde schreibt, sei der Anlass auf grosses Interesse gestossen. «Es konnten diverse Fragen beantwortet und offene Punkte geklärt oder deponiert werden.» Der offene Austausch sei von allen Seiten sehr geschätzt worden.

Bislang drei Einsprachen

Bisher sind drei Einsprachen gegen die Revision eingegangen. Die Abteilung Naturförderung wird nach Ablauf der Auflagefrist mit den einzelnen Einsprechenden das Gespräch suchen und allenfalls Einspracheverhandlungen durchführen.

Der Gemeinderat Reichenbach befasst sich an der kommenden Sitzung vom Donnerstag nochmals mit dem Geschäft und entscheidet über eine allfällige Gemeindeeinsprache.

Derweil wurde die Petition bis Sonntag von 2835 Personen unterzeichnet. Der Initiant fordert, «dass die Revision des Naturschutzgebietes Tschingelsee grundsätzlich überarbeitet und kritisch hinterfragt wird», wie er in einer eigenen Medienmitteilung schreibt. Eine tourismus- und wildtierschutzverträgliche Lösung müsse angestrebt werden.

pd/nik