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Weniger Zuzüge wegen PandemieBevölkerungswachstum der Stadt Bern sinkt, Todesfallrate auch

Das Bevölkerungswachstum ist ersten halben Jahr 2020 leicht zurückgegangen. Dass wegen Corona die Grenzen zu waren, dürfte dazu beigetragen haben.

Von Januar bis Juni zogen 20 Prozent weniger ausländische Personen nach Bern. Auch Schweizerinnen und Schweizer zügelten während des Lockdowns kaum.
Von Januar bis Juni zogen 20 Prozent weniger ausländische Personen nach Bern. Auch Schweizerinnen und Schweizer zügelten während des Lockdowns kaum.
Foto: Marcel Bieri

Die Stadtberner Wohnbevölkerung ist im Vergleich zum Jahresanfang leicht zurückgegangen. Einer der Gründe dafür dürfte die Coronapandemie sein. Wegen Grenzschliessungen ging die Wanderung von Ausländerinnen und Ausländern stark zurück.

Im ersten Halbjahr 2020 zogen im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen Jahre über zwanzig Prozent weniger ausländische Personen nach Bern, wie die städtische Präsidialdirektion am Dienstag mitteilte. Vor allem Zuzüge aus Italien und Portugal brachen ein, beides Länder, die zeitweise stark unter der Ausbreitung des Coronavirus litten. Die Wegzüge aus Bern sanken ebenfalls um rund zehn Prozent.

Auch der Saldo der Zu- und Wegzüge von Schweizerinnen und Schweizern war stark negativ. Während des Lockdowns wurde kaum gezügelt.

Keine erhöhte Sterblichkeit

Keine gravierenden Spuren hinterlassen hat das Coronavirus in der Todesfallstatisik. Die Todesfälle nahmen im Vergleich mit dem Durchschnitt der Vorjahre nicht zu. Im Gegenteil: Zwischen Januar und Juni 2020 wurden 70 Todesfälle weniger registriert als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Auch die Verteilung der Todesfälle auf Altersgruppen zeigt laut Mitteilung keine Auffälligkeiten.

Stabil blieben auch die Geburtenzahlen. Im ersten Halbjahr 2020 zählte die Stadt Bern 784 Neugeborene, genau gleich viele wie in der ersten Vorjahreshälfte. Zur Welt kamen etwas mehr Knaben als Mädchen.

SDA

3 Kommentare
    AdrianG

    Ob ein Bevölkerungswachstum der Stadtbevölkerung sinnvoll ist, sei Mal dahingestellt. Es verheisst vor allem zusätzliche Stellen für die Verwaltung, die in Zeiten nicht mehr so rosiger Finanzen Willkommen wären.