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60-Millionen-ProjektBKW und Energie Thun können Kraftwerk Hondrich bauen

Die Kraftwerkgesellschaft Hondrich hat den Gesamtbauentscheid für ein Wasserkraftwerk an der Kander erhalten.

Ein neues Wasserkraftwerk an der Kander zwischen Heustrich und der bestehenden Kanderfassung des Wasserkraftwerks Spiez ist geplant. Im Bereich der Schwelle auf Aeschiner Boden soll das Wasser gefasst werden.
Ein neues Wasserkraftwerk an der Kander zwischen Heustrich und der bestehenden Kanderfassung des Wasserkraftwerks Spiez ist geplant. Im Bereich der Schwelle auf Aeschiner Boden soll das Wasser gefasst werden.
Foto: Jürg Spielmann

In der Kander bei Spiez wird ab Ende März das Wasserkraftwerk Hondrich gebaut: Die Kraftwerkgesellschaft Hondrich AG verfügt nun dafür über einen rechtskräftigen Gesamtbauentscheid. Die Gesellschaft, welche aus BKW und Energie Thun AG besteht, investiert über 60 Millionen Franken.

Die beiden Partner erwarten eine jährliche Energieproduktion von 35,1 Gigawattstunden Strom, was für 7700 Haushalte reicht. Das geht aus einer Mitteilung der BKW und der Energie Thun AG vom Freitag hervor.

Zwölf Jahre vergingen seit den ersten Studien und Vorprojekten bis zum Spatenstich von Ende März dieses Jahres. Voraussichtlich im Juli 2023 geht das Kraftwerk in Betrieb.

Den Bewilligungen ging ein Verfahren zur Umweltverträglichkeitsprüfung voraus. Zentrale umweltrechtliche Bestandteile des Projekts bildeten dabei laut Mitteilung das Restwasserregime, die Ersatzmassnahmen und die Massnahmen für die freie Fischwanderung. Der betroffene Gewässerabschnitt werde insgesamt ökologisch aufgewertet.

So wurde laut dem Communiqué ein saisonal abgestuftes Restwasserregime festgelegt, das die Wander- und Reproduktionszeiten der auf- und absteigenden Fische berücksichtigt. Mit dem Fischpass und den diversen Abstiegsmöglichkeiten beim Wehr werde das Kraftwerk zudem fischgängig.

Mit dem Bau des Kraftwerks Hondrich wird die Kander auf einer Gewässerstrecke von rund 450 Metern verbreitert. Dies auf der maximal zur Verfügung stehenden Breite bis zur BLS-Bahnstrecke. Um auch bei maximaler Aufweitung die Sicherheit der BLS-Bahnstrecke zu gewährleisten, werden Uferschutzmassnahmen realisiert, die auch einem 300-jährlich wiederkehrenden Hochwasser standhalten.