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Danke für die Blumen

Von Francine, der «Schönen von Richigen» und Mathilda, dem «heisses huere Isä».

Am Wochenende stieg das Werk «Rebäll» von Franz Arnold’s Wiudä Bärg auf Platz 2 der Schweizer Albumcharts ein.
Am Wochenende stieg das Werk «Rebäll» von Franz Arnold’s Wiudä Bärg auf Platz 2 der Schweizer Albumcharts ein.
PD

«Sie sind schön wie eine Blume», hat mir eine Zweitklässlerin ­einmal auf einen Zettel geschrieben, als ich noch als Lehrerin arbeitete. Ich fühlte mich damals eher wie vertrocknetes Wiesenschaumkraut, das Leben war stressig und dunkel, und es war Februar. Jedenfalls ging mir das Herz weit auf, und die Episode kommt mir immer um den Valentinstag wieder in den Sinn.

Ähnlich fröhlich stimmt mich, was meine Kollegin Marina Bolzli mir jüngst verraten hat: dass es im Zollinger-Samenkatalog eine Stangenbohne mit dem Namen «Die Schöne von Richigen» gebe. Sie sei im Emmental heimisch und verdiene ihren Namen zu Recht, steht auf der Website des Samenhändlers.

Ja, auch ich brauchte eine Weile, um zu kapieren, was daran so lustig sein soll, ich helfe Ihnen gerne: Francine Jordi! Kommt! Aus! Richigen!

Sie sind schön wie eine Bohne, hätte meine Zweitklässlerin ihr wohl anvertraut, und auch Frau Jordi wäre das Herz aufgegangen.

Apropos: Am Wochenende stieg ein Werk namens «Rebäll» auf Platz 2 der Schweizer Albumcharts ein. Von Franz Arnold’s Wiudä Bärg, bekannt vom Jodlerklub Wiesenberg, mit dem Francine Jordi einst das «Das Feyr vo dr Sehnsucht» besungen hatte (ohne Arnold allerdings, der war damals auf Reisen). ­Arnolds aktuelle Single heisst «Mathilda», die er – im Lied! – ein «heisses huere Isä» nennt.

Genau. Für die einen mag das wie eine Liebeserklärung klingen, ich war ein wenig, nun ja, irritiert, als ich das hörte.

Alles halb so wild, sagt Arnolds Ehefrau Corinne. Die hatte ich angerufen, also eigentlich den Franz, aber der war grad beim Holzen im Wald. Ihr Mann, sagte also Corinne Arnold am Telefon, rede eben so. Und was macht er am Valentinstag?, wagte ich zu fragen. Er bringe ein Blüemli, sagte Corinne, aber das sei mehr Spass denn Ernst. Genauso ihr Kosename: «Schätzi». Und das heisse Eisen? «Das ist bei ihm ein Kompliment.»

Sie sind schön wie ein heisses huere Eisen, hätte die Zweitklässlerin gesagt. Muss ich mir merken. Als Kompliment.

Franz Arnold: SRF Musikwelle (17.2., 11.03 Uhr) über «Rebäll». «Die Schöne von Richigen»: erhältlich auf www.zollinger.bio.

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