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Lötschberg-BasistunnelBLS schliesst Sanierung der Oströhre im Februar ab

Eine neue Kaverne mit einem Absetzbecken für Sand und Wasser soll künftige Wassereintritte in den Basistunnel verhindern. Die entsprechenden Arbeiten sind derzeit auf der Zielgeraden.

Die Bauarbeiten in der Oströhre des Lötschberg-Basistunnels sind nach dem Wassereintritt in den Fahrbahnbereich demnächst beendet.
Die Bauarbeiten in der Oströhre des Lötschberg-Basistunnels sind nach dem Wassereintritt in den Fahrbahnbereich demnächst beendet.
Foto: PD

Um künftig Wasser- und Sandeintritte in den Lötschberg-Basistunnel zu verhindern, saniert die BLS die Schadstelle in der Oströhre (wir berichteten). «Neben dem Tunnel hat die BLS eine Kaverne ausgebrochen und in diesen Hohlraum ein Absetzbecken installiert», schreibt das Bahnunternehmen in einer Medienmitteilung vom Donnerstag. Seit dem Baustart im September seien rund 10’000 Kubikmeter Fels ausgebrochen worden. Das Becken mit einem Fassungsvermögen von über 2000 Kubikmetern ist betoniert.

Bis Ende Januar will die BLS nun die Rohbau- und Betonarbeiten abschliessen. Auch ein «umfangreiches Rohrleitungssystem» soll bis dann installiert sein. Damit könnten – rechtzeitig vor der Schneeschmelze – das Bergwasser und allfällig mitgeschwemmter Sand an der Schadstelle ins Absetzbecken geleitet werden, ohne den Bahnverkehr zu beeinträchtigen.

Einspurbetrieb bleibt vorerst

Im Februar installiert die BLS dann die Mess- und Steuerungstechnik in der Kaverne. Auch die bahntechnische Ausrüstung wie etwa Fahrleitung und Funkkabel wird wieder eingebaut. Sie war für die Bauarbeiten deinstalliert worden. Zudem erfolgt eine intensive Reinigung. «Ursprünglich war geplant, diese Arbeiten während Nachtschichten auszuführen, um tagsüber den Bahnverkehr in der Oströhre wieder aufnehmen zu können», hält die BLS fest. Seit deren Sperrung Anfang September seien jedoch gute Erfahrungen mit dem Einspurbetrieb in der Weströhre gemacht worden.

«Durch die realisierte Kavernenlösung mit Absetzbecken hat die BLS innerhalb eines Jahres rasch auf die Naturereignisse des vergangenen Frühjahrs reagiert.»

Aus der Mitteilung der BLS

Das Verkehrsaufkommen war nicht zuletzt aufgrund der Corona-Pandemie reduziert und konnte gut bewältigt werden. Weil zudem die Abschlussarbeiten im 24-Stunden-Betrieb effizienter ausgeführt werden können, verlängert das Bahnunternehmen die Sperrung der Oströhre bis Ende Februar.

So sieht die Kavernenlösung der BLS in der Oströhre des Lötschberg-Basistunnels aus.
So sieht die Kavernenlösung der BLS in der Oströhre des Lötschberg-Basistunnels aus.
Foto: PD

Wasser und Sand in die Kaverne

«Durch die realisierte Kavernenlösung mit Absetzbecken hat die BLS innerhalb eines Jahres rasch auf die Naturereignisse des vergangenen Frühjahrs reagiert», heisst es. Künftig sollte mit dieser Lösung kein Bergwasser mehr in den Fahrbahnbereich des Tunnels eintreten. Vielmehr werde es oberhalb der Tunnelröhre gefasst und in das Absetzbecken geleitet.

Ist das Wasser mit Sand versetzt, setzt sich dieser im Becken ab, und das gereinigte Bergwasser wird via Ableitung aus dem Tunnel geführt. Die geologische Situation birgt jedoch weiterhin Risiken, «deshalb eruiert die BLS die Wirksamkeit der Anlage nach der Wiederaufnahme des Bahnbetriebs», schreibt das Unternehmen.