Brand in Zürich: Zwei Verhaftete und drei Schwerverletzte

In der Nacht auf Sonntag ist in der Nähe des Stauffachers ein Feuer ausgebrochen. Bewohner sprangen aus dem brennenden Haus.

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In der Zürcher Innenstadt ist in der Nacht auf Sonntag in einem Wohn- und Geschäftshaus ein Feuer ausgebrochen. Sechs Menschen wurden laut der Polizei verletzt, drei davon schwer. Sie waren aus dem brennenden Haus in die Tiefe gesprungen. Die Brandursache ist unklar.

Die Polizei nahm einen 38-jährigen Mann aus den Niederlanden und eine 37-jährige Frau aus Mazedonien fest, wie sie in der Nacht auf Sonntag mitteilte. Die Ermittler schliessen demnach Brandstiftung nicht aus. Eine technische Ursache könne ausgeschlossen werden, sagt eine Polizeisprecherin.

Der Brand in dem Gebäude an der Bäckerstrasse unweit des Stauffacherplatzes brach kurz vor Mitternacht aus. Beim Eintreffen der Rettungskräfte brannte es im ersten Obergeschoss des mehrstöckigen Gebäudes. Die Feuerwehr konnte den Brand rasch löschen.

Die Polizei sucht Zeugen. Personen, die im Zusammenhang mit dem Brand an der Bäckerstrasse 19 am späten Samstagabend zwischen 23.30 Uhr und Mitternacht, Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten sich bei der Stadtpolizei Zürich, Tel. 044 411 71 17 zu melden.

Hoher Sachschaden

Gemäss ersten Erkenntnissen der Polizei sprangen zwei Männer - ein Eritreer und ein Dominikaner - sowie eine Dominikanerin noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte aus dem Haus in die Tiefe. Alle drei erlitten dabei schwere Verletzungen und wurden ins Spital gebracht. Sie sprangen aus rund sechs Meter Höhe auf ein Sofa, welches beim Eingang auf der Seite der Liegenschaft dort deponiert war. Weitere drei Personen - zwei Männer und eine Frau - wurden mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ebenfalls hospitalisiert.

Das Feuer richtete in der ganzen Liegenschaft einen Sachschaden in der Höhe von mehreren hunderttausend Franken an. Für zwei Mieter, die nicht mehr in ihre Wohnungen zurückkehren konnten, wurde laut Polizei eine Unterkunft organisiert.

Auf Container gesprungen

Mamadu Dabó (49) und seine Frau wohnen in dem Haus im dritten Stock. «Wir schliefen, als das Feuer ausbrach», sagt Dabó. Sie seien erst mit den Sirenen erwacht und hätten viel Rauch gesehen. Dann seien sie von der Feuerwehr mit einer Leiter gerettet worden. Sie seien dann zur Kontrolle ins Triemli-Spital gebracht worden. Im 1. Stock des Hauses wohnt Silva Cuadrado (62). Er sagt, er sei aus Fenster gesprungen, habe aber nur einen geschwollenen Knöchel.

Im Haus wohnen vor allem Leute aus Südamerika und Portugal. Im Erdgeschoss befindet sich das Thai-Restaurant Sweet Basil.

roy/sda

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