Brexit-Abstimmung ist auf nächste Woche angesetzt

Gemäss dem Nachrichtensender BBC stimmt das britische Parlament am Dienstag, 15. Januar, über das Brexit-Abkommen ab.

Am 15. Januar soll das britische Parlament über das Brexit-Abkommen abstimmen, berichtet BBC. (Reuters/Toby Melville)

Am 15. Januar soll das britische Parlament über das Brexit-Abkommen abstimmen, berichtet BBC. (Reuters/Toby Melville)

Das britische Parlament soll einem Medienbericht zufolge am Dienstag kommender Woche über das Brexit-Abkommen mit der Europäischen Union abstimmen. Wie die BBC berichtete, ist die Abstimmung für den 15. Januar geplant; am Montag lag zunächst noch keine offizielle Bestätigung seitens der Regierung vor.

Die ursprünglich für den 11. Dezember geplante Abstimmung über das Brexit-Abkommen im Unterhaus hatte Premierministerin Theresa May nur einen Tag vorher in Erwartung einer sicheren Niederlage verschoben.

Die Briten hatten sich 2016 in einer Volksabstimmung mit knapper Mehrheit dafür ausgesprochen, die Europäische Union zu verlassen. May versucht nun, die Abgeordneten in London von einem mit Brüssel ausgehandelten Austrittsabkommen zu überzeugen, trifft dabei aber auf einen breiten Widerstand im Parlament.

Land ist gespalten

Ein zweites Referendum lehnt May strikt ab. Ein von Brexit-Hardlinern ihrer eigenen konservativen Partei angestrengtes Misstrauensvotum gegen die Parteivorsitzende überstand sie.

Die Mehrheit der Britinnen und Briten wollen derweil gemäss einer erneuten Umfrage weiterhin lieber in der EU bleiben. Wenn es eine zweite Volksabstimmung gäbe, sprächen sich 46 Prozent für einen Verbleib und 39 dagegen aus, wie am Sonntag aus einer Befragung des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervorging. Die übrigen Befragten würden entweder nicht an einem solchen Referendum teilnehmen, sind noch unentschieden oder wollten sich nicht äussern.

Die Umfrage zeigt erneut, wie gespalten das Land in der Frage ist. Seit Monaten präsentieren Meinungsforscher ähnliche Ergebnisse, wobei der Anteil der Brexit-Gegner zuletzt leicht gestiegen ist. In der aktuellen Erhebung befragte YouGov mehr als 25'000 Wähler.

anf/sda

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