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Die Kehrseite des Fortschritts

Ob auch wir in Europa die Folgen der Oelpest im Golf von Mexiko zu spüren bekommen? Dies fragt sich Leserbriefschreiber Willi Maurer aus Aarberg.

Die Gefahr ist noch nicht gebannt: Zahlreiche Korallenriffs (im Bild vor der Küste Floridas) könnten grossen Schaden nehmen.
Die Gefahr ist noch nicht gebannt: Zahlreiche Korallenriffs (im Bild vor der Küste Floridas) könnten grossen Schaden nehmen.
Keystone

Zur Ölpest im Golf von Mexiko Wenn man weiss, dass es einen Golfstrom gibt, der seinen Ursprung im Golf von Mexiko hat und, von den Passatwinden getrieben, westwärts den Atlantik überquerend mit seinem warmen Wasser das Klima in Europa wesentlich beeinflusst, fragt man sich, ob wir hier in Europa nun nicht auch unser Fett abbekommen könnten. So oder so, wir sind auf dem besten Weg, den Planeten Erde zu zerstören. Das Unglück mit dem Bohrturm ist ein Beispiel dafür, was wir Menschen so alles für die Götzen Fortschritt und Wohlstand bereit sind, in Kauf zu nehmen, ohne zu merken, dass wir in eine Falle geraten. Willi Maurer, Aarberg

BlauäugigAusgabe vom 15. Mai. Kolumne von Evi Allemann. «Die Schweiz im Banne der Euro-Krise» Krampfhaft versucht Frau Allemann, die von ihrer Partei, der SP, angestrebte EU-Mitgliedschaft weiter zu verteidigen, obwohl durch die jüngsten Entwicklungen dem letzten Bürger klar sein dürfte, dass wir ohne eine solche wesentlich besser fahren! Mit «mitbestimmen» meint sie wohl, dass die Schweiz als zukünftiges Vollmitglied die dann für die maroden Mitgliedstaaten eingeforderten milliardenschweren Ausgleichszahlungen um ein paar wenige Milliönchen runterhandeln würde!? Claudio Decurtins,Unterseen

Zu spät «Denn die Wahrheit ist, dass jeder in Griechenland investierte Euro verloren ist. Der Euro wird in absehbarer Zeit Geschichte sein.» Dies die Aussage von Jaques Attali, Ex-Chef der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung EBRD. Attali: «Falls keine sofortigen und sehr entschiedenen Massnahmen ergriffen werden, wird der Euro im nächsten Jahr nicht mehr existieren! Am besten bereitet man sich auf das Schlimmste vor. Die EU hätte schon vor zwei Monaten eingreifen müssen. Nun ist es zu spät.» br> Inzwischen werden in Europa immer mehr Statistiken gefälscht, um die Wahrheit noch einige Zeit zu verschleiern. Die Finanzkrise wurde nicht gelöst. Sie wurde nur von den Banken zu den Regierungen verlagert. Das fehlende Geld wird von der Europäischen Zentralbank und anderen Notenbanken frisch drauflosgedruckt. Das bedeutet steigende Inflation, Hyperinflation, neues Währungssystem. Denn man will sich, wie in der Weimarer Republik, noch eine Zeit lang mit frisch gedrucktem Geld retten. Je höher die Inflation dann ist, umso geringer werden die Staatsschulden. Die Bürger, die, ohnmächtig, ihr Vermögen verlieren, sind die Leidtragenden. Béatrice S. Imhof, Aeschiried

Ist der Euro am Ende? Während Evi Allemann EU und Euro verherrlicht, bleibt Joe Ackermann, Chef der Deutschen Bank, Realist, wenn er seine Zweifel bezüglich der Fähigkeit Griechenlands äussert, die Schulden jemals zurückzuzahlen. Es können noch so viele Milliarden in einen oder mehrere Staaten gepumpt werden, das Problem Staatsverschuldung wird nicht behoben, solange Misswirtschaft und Korruption nicht beseitigt sind. Deutschland und die Schweiz sind seit Jahrhunderten Handelspartner. Ging es dem einen oder dem anderen Land besser oder schlechter, wurde die Währung automatisch angepasst, und der Handel funktionierte wieder. Beide Länder haben eine ähnliche Arbeitsweise und Lebenseinstellung. Mit dem Euro können entstehende Unterschiede nicht mehr ausgeglichen werden, und die Währung im ganzen Euro-Bereich kommt ins Trudeln! Da nützen auf die Länge weder Euro-Käufe der Schweizerischen Nationalbank noch Kredite von Hunderten von Milliarden Euros. Wollen wir unseren hohen Lebensstandard behalten, müssen wir uns an das Bewährte halten. Hände weg von EU und Euro! Samy Gugger, Heimenschwand

ProvinziellAusgabe vom 17. Mai. «Konsternation in Bern. Basel ist Meister» «Vor dem Spiel lost der Schiedsrichter mit den Spielführern beider Mannschaften, vorzugsweise durch den Wurf einer Münze, die anstossende Mannschaft aus. Der durch das Los siegende Spielführer entscheidet, auf welcher Feldseite seine Mannschaft spielt.» Diese Spielregel wurde am Sonntag kurzerhand verworfen – aus Sicherheitsgründen. Der Spielplan der Rückrunde wird im Winter so angelegt, dass es mit grösstmöglicher Wahrscheinlichkeit im letzten Spiel zum Showdown kommt. Dahinter verbirgt sich das Schweizer Fernsehen, das sich Traumeinschaltquoten und somit zusätzliche Einnahmen erhofft. Durch diese künstlich generierte Spannung wird eine ganze Saison auf ein einziges Spiel reduziert. In einer Fussballmeisterschaft gibt es weder einen Final noch eine Finalissima. Hierfür wird der Cup gespielt – mit K.o.-Runden und einem entscheidenden Finalspiel. Die Spannung geht bei einem gelosten Spielplan in keiner Weise verloren (wie alle übrigen europäischen Ligen als Beispiel zeigen), und Szenen wie 2006 in Basel können auch verhindert werden. Schade, verhält sich der Schweizer Fussballverband derart provinziell und amateurhaft. Attraktiver wird die Liga durch solches Handeln jedenfalls nicht. Dimitri Heimlicher, YB-Fan, Bern

Vergleiche hinkenAusgabe vom 12. Mai. «Steuern. Schweizer zahlen weniger» Sowohl bei den Steuern als auch bei den Sozialabgaben hinken die Vergleiche in dieser SDA-Meldung. Nur weil nicht alle hiesigen Gebühren und Abgaben berücksichtigt werden, erscheint die Steuerbelastung im internationalen Vergleich als günstig. Aber gemäss ausführlicheren Berichten in anderen Medien (z.B. «Finanz + Wirtschaft») sank die Steuerbelastung im vergangenen Jahr in 24 OECD-Ländern (auch in den umliegenden), während sich diejenige der Schweiz leicht erhöht hat. Weiter ist zu lesen, dass Schweizer im Vergleich mit Nachbarstaaten weniger Abgaben auf Löhnen entrichten müssen. Die OECD erfasst aber für die Schweiz die Beiträge an die berufliche Vorsorge und die Kranken- und Unfallversicherung nicht... Hanspeter Oppliger, Hilterfingen

Ueber den Tisch gezogenZur Bankenkrise In der Fernsehsendung 10 vor 10 hat mich ein Betrag stutzig gemacht. Wegen der Krise erhalten Banken von den Nationalbanken Geld geliehen mit null Prozent Zins. Mit dem Geld kaufen sie beim Staat Anleihen für 10 Jahre und verrechnen diesem dafür 3,6% Zins. Die Bankverantwortlichen nennen dies einen harten Job machen und wollen uns weismachen, solche Geschäfte würden die hohen Bonuszahlungen rechtfertigen . Das Ganze könnte aber auch in die Hosen gehen, sollten die Zinsen ansteigen. Dann wären sie wieder dort, wo sie schon einmal waren. Fazit: Sollte das in der Schweiz auch so sein, dann würde wir ja den Banken mit einem Teil unserer Bundessteuern die Boni mitfinanzieren! Ich fühle mich einmal mehr über den Tisch gezogen. Ulrich Lang, Oberburg

Ueberschätzt und verrechnetAusgabe vom 18. Mai. Fussball. Interview mit YB-Trainer Petkovic Lieber Herr Petkovic, wie konnten Sie es fast provokativ auf diese Finalissima ankommen lassen, nachdem Sie doch sehen musstet, dass es der Mannschaft nicht mehr so gut lief? Da war doch Zeit genug, dieses Unheil abzuwenden! Eine «ruhige Kuge» konnte Basel schieben, ohne gewinnen zu müssen, ein Unentschieden vor Augen, kein Tor kassieren, abwarten... Genau das, was YB auch hätte haben können! Mehr noch: Man hätte vorher alles klar machen sollen! Da hat sich jemand ganz schön verrechnet und überschätzt, nicht wahr? W. Neuenschwander, Ostermundigen

UnverständlichAusgabe vom 14. Mai. Menschenrechte. Schweiz in UNO-Gremium Es wäre äusserst interessant zu erfahren, auf welchem politischen Wissensstand sich diejenigen Stimmberechtigten befinden, die mit einem Ja für den Einsitz Libyens in den UNO-Menschenrechtsrat gestimmt haben? Diese Frage werden sich auch die bulgarischen und andere Ex-Geiseln zu Recht stellen, mit Sicherheit auch Herr Göldi, der nach wie vor in Libyen gefangen gehalten wird. Hans Gamliel, Rorschach

Integration und MigrationAusgabe vom 27. April. «Integration wird Pflicht» Mit meinen Zeilen möchte ich nicht politisieren und schon gar nicht polemisieren. Ich möchte einfach aufzeigen, was Integration und Migration bedeuten. Gemäss deutschem Fremdwörterbuch heisst Integration «Verbindung zu einer Einheit, Zusammenschluss oder Vereinigung». Will doch nichts anderes heissen als: Der Schweizer muss im eigenen Land einen Teil seiner Eigenart zu Gunsten der Multikulturalität opfern, ja sogar zum Teil aufgeben. Für Migration steht in der gleichen Quelle wortwörtlich (ich zitiere): «Wanderung von Personengruppen, Zugvögeln, Parasiten». Vielleicht überlegt sich doch manch einer einmal, woher die Skepsis, ja oft sogar Wut, in weiten Teilen der Bevölkerung kommen? Walter Müller, Bern

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